Woche der Meinungsfreiheit: Gemeinsam für Demokratie, Debatte und Toleranz

Frankfurt am Main. Krisen und Umbrüche verunsichern die Menschen und werfen wichtige Fragen für die Zukunft der Gesellschaft auf. Gleichzeitig werden extreme Stimmungen und Meinungen national wie international immer lauter, der demokratische Diskurs gerät unter Druck. Mit der »Woche der Meinungsfreiheit« machen zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und Bürger/-innen aus ganz Deutschland vom 3. bis 10. Mai 2021 auf die Bedeutung der Meinungsfreiheit für eine freie, demokratische und vielfältige Gesellschaft aufmerksam und schaffen Raum für Dialog. Vom Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bis zum Tag der Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai finden unter dem Claim #mehralsmeinemeinung bundesweit Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen statt. Zudem stellt das Bündnis die »Charta der Meinungsfreiheit« vor und ruft dazu auf, diese zu unterzeichnen. Initiator der Bewegung ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, erklärt dazu: »Mit der Woche der Meinungsfreiheit möchten wir Verantwortung für eine freie, demokratische und vielfältige Gesellschaft übernehmen. Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht. Sie ist Eckpfeiler der Demokratie und notwendiger Bestandteil des Meinungsbildungsprozesses. Extreme Meinungen, Fake News, Drohungen und Hetze gegen einzelne Bevölkerungsgruppen oder Personen beschädigen den demokratischen Diskurs aber zunehmend. In vielen Ländern ist die Meinungsfreiheit darüber hinaus auch von staatlicher Seite bedroht.

Als Zivilgesellschaft müssen wir dem etwas entgegensetzen. Wir müssen auf Verstöße gegen die Freiheit des Wortes aufmerksam machen und Solidarität mit Verfolgten zeigen. Und wir müssen selbst täglich von der Meinungsfreiheit Gebrauch machen. Die Buchbranche steht für die gesellschaftliche Debatte, mit ihren Inhalten bietet sie zuverlässige Informationen und wichtige Denkanstöße. Hand in Hand mit Institutionen und der Zivilgesellschaft wollen wir mit der Woche der Meinungsfreiheit Redeanlässe schaffen, Resonanzräume für aktuelle Diskurse gestalten und vorurteilsfreie Debatten in allen Bereichen der Gesellschaft fördern.«

Die Charta der Meinungsfreiheit

Im Zentrum der Aktionswoche steht die Charta der Meinungsfreiheit mit elf Leitsätzen zur Freiheit des Wortes. Organisationen, Institutionen, Unternehmen sowie Privatpersonen können sie unterzeichnen, um sich hinter die Aussagen zu stellen oder sie als eine Art Selbstverpflichtung für das eigene Handeln zu übernehmen. Sie kann hier abgerufen und unterzeichnet werden.

Aktionen planen

Mitgestalten kann die Woche der Meinungsfreiheit jede/r – egal ob Verein, Unternehmen oder Privatperson. Die Woche lebt von denen, die für eine freie demokratische Gesellschaft eintreten. Teilnehmende können für den Aktionszeitraum Veranstaltungen und Aktionen planen und sie unter das Dach der Initiative stellen. Anregungen und Materialien stellen die Initiatorinnen und Initiatoren hier zur Verfügung. Eine Programmübersicht auf der Webseite wird die Aktionen der Woche zusammenführen. Wer sich mit Aktionen beteiligen möchte, kann sich per E-Mail an meinungsfreiheit@boev.de wenden. In Kürze geht auch die gemeinsame Kampagne »Mehr als meine Meinung« an den Start, mit verschiedenen aufmerksamkeitsstarken Motiven sowie eigenen Social-Media- Kanälen. Der Hashtag der Kampagne ist #mehralsmeinemeinung.

Zu den Partnern der Woche der Meinungsfreihet gehören neben dem Berufsverband Information Bibliothek (BIB) unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung, das Goethe Institut, das PEN-Zentrum Deutschland sowie Reporter ohne Grenzen.

red. / 22.3.2021

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