Nachrichten

NRW unterstützt Bibliotheken mit 1,2 Millionen Euro bei Sonntagsöffnung

Düsseldorf. Öffentliche Bibliotheken gehören neben Museen, Theatern und Kinos zu den Kultureinrichtungen mit den höchsten Besucherzahlen. Das im Oktober 2019 im nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedete Bibliotheksstärkungsgesetz ermöglicht es den Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen, nun auch sonntags zu öffnen. Dadurch sollen unter anderem Familien mehr Gelegenheiten zu einem gemeinsamen Bibliotheksbesuch bekommen. Um die Attraktivität der Bibliotheken weiter zu

[weiterlesen …]

Perspektive Zukunft

Die Zukunft lässt sich aus vielen Perspektiven betrachten, als fiktionale Betrachtung, die die Phantasie und Kreativität anspricht oder als sachliche, um als Entscheidungshilfe zu dienen. Die Zeit wirkt hierbei als Dimension zwischen dem gegenwärtigen Zeitpunkt, von dem aus die Zukunft Richtung Zeithorizont betrachtet wird, wodurch ein Zeitraum gebildet wird. Doch der Betrachtungspunkt verschiebt sich von Moment zu Moment, da die Gegenwart Richtung Zukunft vorrückt. Eine weitere Dimension ist der Ort, von dem aus dieser Zeitraum betrachtet wird, wir kennen diesen Zusammenhang aus der Relativitätstheorie. Hinzu kommt die Thematik, für das ein Zukunftsbild skizziert werden soll. Lautet die Thematik »Betrachtung der Zukunft von Bibliotheken«, betrifft dies vor allem gesellschaftliche und einhergehende technische Aspekte. Eine solche Themenstellung kann globale Megatrends wie den demografischen Wandel, die digitale Transformation, die smarte Urbanisierung hinterfragen oder Fachthemen Richtung Informationsfreiheit, KI-Technik, Medienkompetenz und Vernetzung. Innerhalb der Fragestellung wird in der Regel dann ein zweiter Aspekt fokussiert, zum Beispiel wie sich die Ausbildung, das Studium und somit unser Berufsbild und -feld verändern könnte. Zudem wird hierzu ein bestimmter zukünftiger Zeitpunkt benannt und so könnte eine Frage lauten: Wie smart wird 2030 unser Berufsalltag sein?

Wieso sind uns solche Zukunftsfragen wichtig? Weil uns ihre Antworten Orientierung geben, um Ziele besser initiieren, kommunizieren, koordinieren, planen und steuern zu können. Betrachten wir den Zukunftszeitraum als das Volumen eines Megafons, bilden die Achsen zwei gravierende Zeitlinien, die Zeitdilatation und Lorentzkontraktion, innerhalb derer wir unsere Fragen vom gegenwärtigen Zeit- und Standpunkt hineinsprechen können. Das kreisförmige offene Sprachrohr bildet den Zukunftshorizont mit den sich ausbreitenden Varianten. Dieses Bild lässt erkennen, dass bereits die Gegenwart diverse Perspektiven dem Megafon bietet, es Richtung Zukunft zu drehen. Bibliothekarisch richten wir ein solches Megafon in Richtung von Best-Practice-Beispielen, Prototypen, richtungsweisenden Szenarien bzw. Konzepten mit Lösungsvorschlägen. Die Zukunft bleibt dabei offen, doch sollte sie uns als »Offene Gesellschaft« nicht beunruhigen. Denn es kann uns positiv stimmen, die Möglichkeit zu haben, einen Gegenwartsaspekt aufzugreifen und optimistisch dessen Zukunft mitgestalten zu können.

Dr. Dirk Wissen, BuB-Herausgeber

Editorial aus BuB 2-3/2020

BuB-Heft 2-3/2020

SCHWERPUNKT Perspektiven für die Zukunft

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • April 2020: Bibliotheken und Journalismus
  • Mai 2020: Bibliothekartag Hannover
  • Juni 2020: Bibliothekspädagogik

Anzeige

Anzeige

Nachrichten

Mit Bourdieu in der Bibliothek – Ein kritischer Blick auf aktuelle Bibliotheksräume

»Die feinen Unterschiede« (Bourdieu 2016) berichten über eine großangelegte französische Studie einer Arbeitsgruppe um Pierre Bourdieu, welche in den 1970er-Jahren der Frage nachging, wie sich in der Bevölkerung Geschmack verteilt. Die Studie war empirisch angelegt und umfasste mehrere tausend Interviews, die bei Personen daheim durchgeführt wurden. Dabei wurden zum Beispiel Angaben zu deren Wohnstil aufgenommen

[weiterlesen …]

Perspektiven für die Zukunft: BuB-Doppelausgabe Februar/März online

Das BuB-Doppelheft Februar/März 2020 (Foto: Jakub Jirsák – stock.adobe.com) ist online. Der Heftschwerpunkt ist diesmal das Thema »Perspektiven für die Zukunft«. Durch den rasanten gesellschaftlichen und technologischen Wandel wird sich die Arbeit in Bibliotheken künftig noch schneller und dramatischer verändern. Im aktuellen Schwerpunkt greifen wir relevante Bereiche heraus und untersuchen: Was können Bibliotheken zur Klimarettung

[weiterlesen …]

Bibliothek, Geretsried, Gaming, Virtual-Reality-Brillen

Zukunftsperspektiven kleinerer Bibliotheken am Beispiel Bayerns

  Das Bibliothekswesen in Deutschland ist vielfältig und heterogen – das ist spätestens dann spürbar, wenn in nicht-bibliothekarischen Kreisen das Thema auf die ganze Bandbreite aus Wissenschaftlichen Bibliotheken, Öffentlichen Bibliotheken, Sektionen, Spezialbibliotheken und Verbänden kommt. Nachfragen sind selten, ungläubiges Stirnrunzeln dagegen ist öfter wahrzunehmen. Ein Artikel über »Zukunftsperspektiven kleiner Bibliotheken« scheint einfach und klar abzugrenzen

[weiterlesen …]

Rezensentinnen und Rezensenten gesucht

Reutlingen. Mehr als 200 erfahrene Bibliothekarinnen und Bibliothekare in ganz Deutschland erstellen regelmäßig als freie Mitarbeiter in ihrer Freizeit und gegen Honorar Rezensionen deutschsprachiger Neuerscheinungen für die Lektoratskooperation, die vom Berufsverband Information Bibliothek (BIB) zusammen mit dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und der ekz.bibliotheksservice GmbH getragen wird. Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen in den nächsten Monaten

[weiterlesen …]

Tarif

Höhergruppierungsanträge im Bereich des TV-L

Die umfangreichen Änderungen bei der Eingruppierung im Bereich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) wurden bereits im vergangenen Heft (BuB 71(2019)11, S. 624-627) dargestellt: Bibliotheksbeschäftigte werden ab 1. Januar 2020 nicht mehr nach »Speziellen Tätigkeitsmerkmalen (TM)«, bisher in Teil II.1 der Entgeltordnung (EGO), eingruppiert, sondern nach den »Allgemeinen TM« des Teils I.

[weiterlesen …]

Politik

»Chemnitz diskutiert« als Vorbild für Bibliotheken?

  »Wir wollen, dass Sie schöner streiten!«[1] Ein spannendes Projekt, für das sich die Bibliotheken öffnen möchten – und das nicht zuletzt auch Potenzial für den Umgang mit rechter Literatur bietet. In Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinanderzudriften scheint, braucht es neue Möglichkeiten, (wieder) miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestritten in der Sache wurde auch

[weiterlesen …]

Wissenschaftliche Bibliothek

Blick auf die Fassade. Foto: ARGE Aktienspinnerei

Erst Spinnerei, dann Universitätsbibliothek

  Für die Universitätsbibliothek und das Universitätsarchiv Chemnitz wird ein alter Industriebau modernisiert – die Alte Aktienspinnerei. Das Gebäude behält den Charakter eines Fabrikgebäudes aus dem 19. Jahrhundert und wird eine moderne Bibliothek beherbergen, die rund um die Uhr geöffnet haben wird. Es entsteht eine sehr besondere Bibliothek, die nicht nur ein Speicher für gedruckte

[weiterlesen …]

Öffentliche Bibliothek

Ein Blick zurück auf die Volksbibliothekare im Dritten Reich

Volksbibliothekare im Nationalsozialismus: Handlungsspielräume, Kontinuitäten, Deutungsmuster. Herausgegeben von Sven Kuttner und Peter Vodosek. Wiesbaden: Harrassowitz 2017 (in Kommission). 324 Seiten: Illustrationen. (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens; 50) ISBN 978-3-447-10720-4; ISSN 0724-9586 – Festeinband, EUR 74, –. Unübersehbar ist die Spur der Beschäftigung mit der Geschichte der öffentlichen Bibliotheken, die Peter Vodosek hinter sich herzieht

[weiterlesen …]

Bau

Oodi, Finnland, Helsinki, Bibliothek

Oodi – eine Ode an Finnlands Bibliotheken

  Oodi ist die neueste Stadtteilbibliothek in Helsinkis Zentrum. Das »Schaufenster für finnische Architektur« setzt auf 10 000 Quadratmetern die Wünsche und Träume der Bürger um und zeigt die Gegenwart und die Zukunft der Öffentlichen Bibliothek im Norden. Oodi ist ein Wohnzimmer für die Stadt, ein perfekter Dritter Ort. Die Eröffnungsfeier am 5. und 6. Dezember

[weiterlesen …]