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Allianz der Wissenschaftsorganisationen erhält die Karl-Preusker-Medaille 2018

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID), hat die Karl-Preusker-Medaille 2018 an die Allianz der Wissenschaftsorganisationen verliehen. Die Bundesvereinigung würdigte damit das herausragende Engagement des Zusammenschlusses der bedeutendsten Wissenschaftsorganisationen Deutschlands zugunsten einer modernen Bibliotheksinfrastruktur. Die Auszeichnung wurde am 14. November 2018 im Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen. In ihrer Begründung hebt die

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Kontinuität im Wandel

Ich war empört: Erst bittet mich BuB um einen Artikel – und dann kürzen sie ihn! Zum Glück las ich die gekürzte Fassung, bevor ich bei der Redaktion anrief, und musste feststellen: Die redigierte Version ist besser. Die Redaktion strich Details, die wahrscheinlich außer mich niemanden interessierten, raffte und brachte meine Gedanken konzentrierter auf den Punkt. Und sie kürzte nicht nur meinen Beitrag, sondern auch meine Sätze – jetzt war mein Artikel leserfreundlich und prägnant.

Das ist über 30 Jahre her. Damals begann ich zu verstehen, was BuB auszeichnet. Die hauptamtlichen Redakteure sind Angestellte des BIB. Das ist ein beträchtlicher Kostenfaktor – aber in jedem Heft macht es sich bemerkbar. Damals nahmen die Redakteure die Layoutgestaltung noch mit Schere und Klebestift vor, nachdem sie die Schriftfahnen auf Papier von der Setzerei bekommen hatten. Seit 2015 gestalten die Redakteure die Zeitschrift am Bildschirm mit einem Desktop-Publishing-System und schicken die druckfertige pdf-Datei an die Druckerei. So sehr die technische Seite der Zeitschriftenproduktion sich gewandelt hat, ist die inhaltliche Aufgabe der Redakteure seit den Anfängen der Zeitschrift 1948 konstant geblieben: Die Redakteure redigieren nicht nur, sondern sie halten Ausschau nach hippen Themen und werben aktiv Beiträge ein. Deshalb beleuchtet BuB jedes Thema facettenreich, ausdrücklich auch unter Einschluss kontroverser Positionen. BuB begleitet nicht nur die Praxis, sondern setzt auch Themen, mitunter provokant, im Ganzen aber immer mit Rücksicht auf das Seelenleben der Bibliothekarinnen und Bibliothekare. (Bei dieser Gelegenheit: Sehr wohltuend ist, dass BuB sich nicht auf das Sternchen-Gendering einlässt. Ich hoffe, das bleibt so.) Als Stichwörter möchte ich Marketing und Sacherschließung, Bildungspartnerschaften und Forschungsdaten, Lernort Bibliothek und E-Science anführen. BuB informiert nicht nur über Praxis, sondern stimuliert bessere Praxis.

Zweimal im Jahr tagt die Gemeinsame Konferenz aus Redakteuren, Herausgebern, einem Vertreter des Redaktionsbeirats und dem Bearbeiter der Vereinsmitteilungen in BuB (BIB-Info). Hier geht es vor allem um die strategische Ausrichtung der Zeitschrift. Und die ist seit 70 Jahren genau das, was BuB zur besten und erfolgreichsten Fachzeitschrift für Bibliotheken in Deutschland macht: Praxisberichte, Orientierungen, Trends, wissenschaftliche Fundierung, Zukunftsthemen.

Prof. Dr. Konrad Umlauf, BuB-Herausgeber 1998-2008

Editorial aus BuB 11/2018

BuB Heft 11/2018

SCHWERPUNKT 70 Jahre BuB

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Dezember 2018: Nachhaltige Entwicklung
  • Januar 2019: MINT-Angebote in Bibliotheken
  • Februar/März 2019: Bibliothekskongress Leipzig

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Nachrichten

International Conference on Economics and Business Information

INCONECSS (International Conference on Economics and Business Information) is an international conference for librarians and other information specialists supporting researchers in Economics and Business Studies. INCONECSS wants to be a platform for the exchange on changing user needs and services as well as the evolving landscape of scholarly publishing. INCONECSS encourages conversations between researchers, information specialists

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Kinder- und Jugendbuchwochen in Schleswig-Holstein

35 Jahre Kinder- und Jugendbuchwochen

  Rendsburg. Mehr als 300 Veranstaltungen an 82 verschiedenen Orten: 34 Autoren, Illustratoren und Theatergruppen machen sich in Schleswig-Holstein auf den Weg, um Kinder und Jugendliche dies- und jenseits der Grenze für Literatur zu begeistern. »Jedes Kind muss lesen lernen« – mit dieser Forderung der »Hamburger Erklärung« prominenter Persönlichkeiten aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft

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Bündnis für Bibliotheken in Baden-Württemberg gefordert

Stuttgart. Anlässlich des bundesweiten »Tags der Bibliotheken« am 24. Oktober informierte der Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) über sein aktuell erarbeitetes Positionspapier »Gemeinsam die Zukunft von Stadt und Land gestalten – Ein Bündnis für Bibliotheken«. Es werden gemeinsame Anstrengungen von Kommunen und Land gefordert, um Baden-Württembergs Bibliotheken mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel sowie

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Tag der Bibliotheken

Ein Ort für alle: Bibliotheken laden ein zum »Tag der Bibliotheken«

Mit zahlreichen Veranstaltungen laden Bibliotheken am 24. Oktober, dem »Tag der Bibliotheken,« die Bürger ein, die Vielfalt ihrer Angebote kennenzulernen. Neben den bereitgestellten Medien und den angebotenenen Veranstaltungen rund um das Buch können die Besucher eine Vielzahl digitaler Services entdecken und ausprobieren – vom Makerspace bis hin zum Coding-Workshop. Als lebendige Orte der Wissensvermittlung nutzen

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Lesesaal

Schwieriger Umgang mit Büchern aus rechten Verlagen

Berlin. Ein Patentrezept für den Umgang mit Literatur aus rechten Verlagen gibt es nicht – auch nicht nach der Podiumsdiskussion der Lektoratskooperation, die sich am Mittwoch beim Bibliothekartag in Berlin mit diesem aktuellen Thema beschäftigt hat. Auf einen gemeinsamen Aspekt konnten sich die TeilnehmerInnen immerhin verständigen: Produkte aus rechten Verlagen sollten einen Themenbereich in einer

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Branchen-News

automatisches Bestandsmanagement, RFID, Schreiner PrinTrust, Uppsala University Library

RFID-Labels für das automatische Bestandsmanagement in Archiven und in Archivabteilungen von Bibliotheken

  Automatisches Bestandsmanagement empfindlicher Medien: Wie es geht und warum es sich lohnt Für gewöhnliche Bücher ist das automatische Bestandsmanagement mittels RFID-Technologie (»Radio Frequency Identification«, zu Deutsch etwa »Funkerkennung«) in Bibliotheken längst etabliert. Es bringt enorme Vorteile hinsichtlich Ressourceneffizienz, Warensicherung und Besucherservice mit sich. Institutionen, die empfindliche oder wertvolle Medien im Bestand haben, hatten bislang

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Das Interview

Heinz-Jürgen Lorenzen plädiert für Beibehaltung des Bibliothekartags

Wenn es eine Rangliste derjenigen Bibliothekare gäbe, die die meisten Ehrenämter im Bibliothekswesen innehatten, dann würde Heinz-Jürgen Lorenzen ganz weit vorne liegen. Als langjähriger Direktor der Büchereizentrale und Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein geht er nun Ende August in Ruhestand. Sein Amt als Präsident des bibliothekarischen Dachverbands BID wird er im März kommenden Jahres übergeben. Im

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Politik

Eine kritische Würdigung der neuen Berufsethik der BID

  Im Oktober 2017 hat Bibliothek und Information Deutschland (BID) die Neufassung seiner Ethischen Grundsätze beschlossen und im Novemberheft von BuB der bibliothekarischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[1] Damit hat BID eine für Deutschland vergleichsweise junge Tradition fortgesetzt. Während die älteste bibliothekarische Berufsethik in den USA 1938/39 verabschiedet wurde, ist das Gros der inzwischen über 70 nationalen

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