Nachrichten

Inklusive Sprache in der Online-Kommunikation von Bibliotheken – eine Analyse

Sprache schafft Realität. Sprache ist im Wandel. Schon immer hat sich die Sprache geändert, nicht nur die Rechtschreibung, sondern auch die Worte und deren Bedeutung sind einem steten Wandel unterworfen. Dieser Wandel führt auch dazu, dass man mit der Art, wie wir Menschen im schriftlichen Bereich ansprechen, verschiedene Gruppen aus- oder einschließen kann. Wurde früher

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Unkomplizierte Hilfe

»Wir werden uns noch viel verzeihen müssen.« Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ganz zu Beginn der Corona-Pandemie. Mit einem einfachen »Entschuldigung« an die Kinder und Jugendlichen wird es aber nicht getan sein. Die Bildungspolitik der Bundesländer hat im vergangenen Jahr wahrlich keinen guten Eindruck gemacht, sie hat versagt. Lange waren die Schulen komplett geschlossen, schlüssige und funktionierende (Hygiene-)Konzepte, wie Fern- oder Wechselunterricht effektiv umgesetzt werden könnte, gibt es bis heute nicht und die technische Ausstattung von Schulen, Lehrpersonal und Schüler/-innen lässt oft zu wünschen übrig. Natürlich ist viel getan worden, angesichts der Jahrhundertaufgabe ist es aber beschämend wenig. Und so schlüpften viele Eltern in die Rolle der Aushilfserzieher/-innen und Aushilfslehrer/-innen. Vor allem diejenigen Kinder und Jugendlichen, die ohnehin schon zu den Schwächsten der Gesellschaft gehören und aus weniger stabilen Verhältnissen stammen, gehören zu den Verlierer/-innen. Sie drohen immer weiter abgehängt zu werden.

Auch die Bibliotheken, als bedeutender außerschulischer Lernort, waren geschlossen. Während der Lockdowns zeigten viele Bibliotheken aber, welch unkomplizierte Hilfsangebote sie auf die Beine stellen können. Durch Lieferdienste, Click and Collect und durch digitale Services konnten zumindest in kleinen Teilen der ausgefallene Unterricht und vielleicht auch die Einsamkeit in Folge der Kontaktbeschränkungen kompensiert werden.

Einige Praxisbeispiele stellen wir in der aktuellen BuB-Ausgabe mit einem Schwerpunkt zum Thema Schulbibliotheken ab Seite 176 vor. Der Schulservice der Stadtbibliothek Köln etwa verlegte das Facharbeitstraining in den hybriden bzw. digitalen Raum (Seite 186). Interessant sind aber auch Leuchtturmprojekte wie das Modell »Schulmediotheken als Stadtbibliotheks-Filialen« in Gütersloh (Seite 180) und die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle (sba) in der Stadtbücherei Frankfurt am Main (Seite 200).

Ob vor Ort in den Schulbibliotheken oder digital im virtuellen Raum: Sie, liebe Leserinnen und Leser, leisten auf unkomplizierte Art und Weise eine unverzichtbare Arbeit bei der Bildung der kommenden Generationen. Mit der aktuellen Ausgabe wollen wir Ihnen noch ein paar Anregungen für Ihre (Schul-)Bibliotheksarbeit mit auf den Weg geben. Viel Spaß bei der Lektüre.

Steffen Heizereder, BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 04/2021

BuB-Heft 04/2021

SCHWERPUNKT Schulbibliothek

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Mai 2021: Corona-Zwischenbilanz
  • Juni 2021: Bibliothekartag 2021
  • Juli 2021: Kulturerbe digital

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Nachrichten

Neue »Arbeitsvorgänge in Bibliotheken« lieferbar

Reutlingen/Berlin. Das Bibliothekswesen hat in den vergangenen 20 Jahren tiefgreifende Veränderungen erfahren. Eine Vielzahl von neuen Angeboten wurde entwickelt und damit verbunden ist es zu einer Erweiterung der Tätigkeitsfelder gekommen. Der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) hat in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) unter dem Titel »Arbeitsvorgänge in Bibliotheken: 1. Öffentliche Bibliotheken im Geltungsbereich des

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Erfolgreicher BIB-Demokratietreff

Reutlingen. Der BIB-Demokratietreff ist eine digitale Zusammenkunft, die in loser Folge stattfindet. Entstanden ist er aus dem ersten Miteinander-Reden-Sommerkurskurs zu Demokratiekompetenz, den der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung im September vergangenen Jahres durchführte. Verbunden mit dem Wunsch, sich überregional zu demokratiepolitischen Themen und Veranstaltungen zu vernetzen, lebt der Treff

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Expert:innenzirkel begutachtet »Medien an den Rändern«

Reutlingen. Nicht erst seit Thilo Sarrazin sind Bibliotheken in ihrem Bestandsaufbau mit Medien konfrontiert, die sich an den »Rändern« bewegen.  Oft entzündet sich die Debatte im eigenen Team oder wird in den Fachforen ausgetragen. Die Fragen sind immer dieselben: In den Bestand aufnehmen, um den Vorwurf der »Zensur« direkt zu entkräften – zugunsten der Meinungs-

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Nachruf: Verleger Karl Heinrich Bock verstorben

Bad Honnef. Nach langer Krankheit ist der Verleger Karl Heinrich Bock, Inhaber des Verlages Bock und Herchen, Bad Honnef, am 22. Februar dieses Jahres verstorben. Karl Heinrich Bock war dem Berufsverband Information Bibliothek (BIB) über Jahrzehnte eng verbunden, nicht zuletzt als Verleger der Zeitschrift BuB von 1980 bis 2014. Standardwerke wie die Allgemeine Systematik für

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Lesesaal

Sexismus, Bundeszentrale für politische Bildung, BIB, bpb, Berufsverband Information Bibliothek, Somemrkurs

Sexismus begegnen: Hinschauen, Handeln, Haltung zeigen

  Was heißt eigentlich Sexismus? Wie gehe ich damit um, wenn mir im (Berufs-)Alltag sexuelle Diskriminierung begegnet? Wie reagiert man am besten auf sogenannte Hate Speech? Diese Leitfragen beschäftigten die Teilnehmer*innen des Workshops »Sexismus begegnen«, der in das Format der BIB-Sommerkurse 2020 zum Thema Demokratiekompetenz eingebettet war. Als Element einer sechsteiligen Webinarreihe, die aus einem

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Tarif

So geht Eingruppierung jetzt

1978 erschien erstmals eine Handreichung[1], die die Tätigkeitsmerkmale der Vergütungsordnungen des Bundes-Angestelltentarifvertrags mit konkret beschriebenen Arbeitsvorgängen in Bibliotheken verknüpfte, wenn auch nur in Wissenschaftlichen Bibliotheken. 1999 und 2000 folgten, jetzt unter der Regie des Deutschen Bibliotheksinstituts und unter Einbeziehung der bibliothekarischen Berufsverbände, Neufassungen sowohl für Öffentliche[2] wie für Wissenschaftliche[3] Bibliotheken (AVÖB-1999, AVWB-2000). Sie folgten dem

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Bau

Mit Bourdieu in der Bibliothek – Ein kritischer Blick auf aktuelle Bibliotheksräume

»Die feinen Unterschiede« (Bourdieu 2016) berichten über eine großangelegte französische Studie einer Arbeitsgruppe um Pierre Bourdieu, welche in den 1970er-Jahren der Frage nachging, wie sich in der Bevölkerung Geschmack verteilt. Die Studie war empirisch angelegt und umfasste mehrere tausend Interviews, die bei Personen daheim durchgeführt wurden. Dabei wurden zum Beispiel Angaben zu deren Wohnstil aufgenommen

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Öffentliche Bibliothek

Bibliothek, Geretsried, Gaming, Virtual-Reality-Brillen

Zukunftsperspektiven kleinerer Bibliotheken am Beispiel Bayerns

  Das Bibliothekswesen in Deutschland ist vielfältig und heterogen – das ist spätestens dann spürbar, wenn in nicht-bibliothekarischen Kreisen das Thema auf die ganze Bandbreite aus Wissenschaftlichen Bibliotheken, Öffentlichen Bibliotheken, Sektionen, Spezialbibliotheken und Verbänden kommt. Nachfragen sind selten, ungläubiges Stirnrunzeln dagegen ist öfter wahrzunehmen. Ein Artikel über »Zukunftsperspektiven kleiner Bibliotheken« scheint einfach und klar abzugrenzen

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Politik

»Chemnitz diskutiert« als Vorbild für Bibliotheken?

  »Wir wollen, dass Sie schöner streiten!«[1] Ein spannendes Projekt, für das sich die Bibliotheken öffnen möchten – und das nicht zuletzt auch Potenzial für den Umgang mit rechter Literatur bietet. In Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinanderzudriften scheint, braucht es neue Möglichkeiten, (wieder) miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestritten in der Sache wurde auch

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