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BuB jetzt schon lesen: Die Juni-Ausgabe ist in der App freigeschaltet

Reutlingen. Auch wenn das BuB-Juniheft noch nicht in den Briefkästen steckt, können die Inhalte bereits ab heute gelesen werden – in der BuB-App. Heftschwerpunkt ist diesmal das Thema „Bibliothekspädagogik“. Bibliothekspädagogik hat Konjunktur. Sowohl in Öffentlichen als auch in Wissenschaftlichen Bibliotheken gibt es immer mehr entsprechende Angebote. Was jedoch fehlt, ist eine erziehungswissenschaftliche Grundlage. Ob und

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Multiprofessionell

»Viel Bibliothek, wenig Pädagogik«, so betitelt Richard Stang seinen Beitrag in dieser BuB-Ausgabe (Seite 316). Der Professor im Studiengang »Informationswissenschaften« an der Hochschule der Medien in Stuttgart setzt sich kritisch mit dem Verhältnis von Bibliothek und Pädagogik auseinander und bringt Kooperationen mit externen Partnerinnen und Partnern aus dem Bildungsbereich ins Gespräch. Als ich den Beitrag von Richard Stang gelesen habe, musste ich an eine Podiumsdiskussion auf dem Bibliothekartag 2015 in Nürnberg denken.

»Informatiker, Journalisten oder lieber Erzieher: die neuen Bibliothekare?«, hieß die Veranstaltung damals. Am Beispiel der Stadtbibliothek Moers wurde über Vor- und Nachteile multiprofessioneller Teams diskutiert. Quereinsteiger/-innen haben es im Bibliothekswesen (und auch in vielen anderen Branchen) nicht immer leicht. Sie müssen sich die Akzeptanz von Fachkolleginnen und -kollegen häufig erst erarbeiten und mit bibliothekarischen Kerntätigkeiten, wie der Lektoratsarbeit, tun sie sich mitunter schwer.

Dennoch kann ich den Wunsch nach multiprofessionellen Teams gut nachvollziehen. Unterschiedliche Berufsgruppen bringen unterschiedliche Fähigkeiten mit. Bibliothekarinnen und Bibliothekare sind ausgewiesene Expertinnen und Experten darin, Medien und Informationen zu sichten, auszuwählen, zu beschaffen, aufzubereiten und zu vermitteln. Sie sind und bleiben das Rückgrat einer jeden Bibliothek. Aber sie können Unterstützung finden, von PR-Fachleuten etwa, die wissen, wie die Bibliothek in der Öffentlichkeit gut dargestellt werden kann; von IT-Spezialistinnen und -Spezialisten, die moderne digitale Infrastrukturen aufbauen können oder eben von Pädagoginnen und Pädagogen, die vielleicht in der Vermittlung- und Veranstaltungstätigkeit gerade bei Kinder- und Jugendgruppen neue Akzente setzen können. Die Arbeit in multiprofessionellen Teams verlangt von allen Beschäftigten viel Teamgeist, den Willen zur Kooperation und die Bereitschaft zur Kommunikation. Aber die Chancen, die Bewerber/-innen von au-ßen mit sich bringen, sind vielversprechend.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre der vorliegenden BuB-Ausgabe, die sich ab Seite 316 mit unterschiedlichen Aspekten zum Thema Bibliothekspädagogik beschäftigt – auf dass es in Ihrer Bibliothek heißt: »Viel Bibliothek, viel Pädagogik«.

Steffen Heizereder, BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 6/2020

BuB-Heft 6/2020

SCHWERPUNKT Bibliothekspädagogik

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Juli 2020: Kundenorientierung
  • August/September 2020: Smart City
  • Oktober 2020: Frankfurter Buchmesse

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Nachrichten

Vom schwierigen Umgang mit „Literatur an den Rändern“

Die Diskussionen um den Umgang mit „Literatur an den Rändern“ in Öffentlichen Bibliotheken reißen nicht ab. Aus diesem Grund ist das Thema von der Lektoratskooperation (Leko) aktuell auf der Digitalkonferenz #vBIB20 aufgegriffen worden. Experten und zugeschaltete Konferenzteilnehmer tauschten sich intensiv aus. Dabei zeigte sich: Die theoretischen Überlegungen und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit „Literatur an den

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Frankfurter Buchmesse 2020 soll stattfinden

  Die Frankfurter Buchmesse 2020 wird stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat des Börsenverein des Deutschen Buchhandels bekannt gegeben. Geplant sei demnach, die Frankfurter Buchmesse auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt Frankfurt am Main und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen. Grundlage für die Durchführung der 72. Frankfurter Buchmesse auf dem Messegelände sei ein detailliertes Gesundheits-

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[Berufsfeld.rebooting …] – Wofür steht das Berufsfeld Bibliothek und Information heute?

Programmtipp #vBIB20: 28.5.2020: 16:30 – 17:55 [Berufsfeld.rebooting…] – Diskussion über zentrale Botschaften unseres Berufsfelds mit Sabine Ketels (Training | Beratung | Mediation, Hamburg), Luis Moßburger (Universitätsbibliothek Regensburg), Sabine Homilius (Präsidentin der BID, Stadtbibliothek Frankfurt), Frauke Schade (HAW Hamburg/KIBA), Ute Engelkenmeier (BIB-Bundesvorstand, TU Dortmund), Luis Moßburger (Universitätsbibliothek Regensburg), Wolfgang Stille (Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt), Lucia Werder

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Verdi kündigt Klage gegen Sonntagsöffnung in NRW an

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wird gegen das am 9. Oktober des vergangenen Jahres vom nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedete Bibliotheksstärkungsgesetz, das eine Sonntagsöffnung von Bibliotheken ermöglicht, eine Normenkontrollklage einreichen. Das hat Kerstin Thorwirth von der Verdi-Bundesarbeitsgruppe Archive, Bibliotheken, Dokumentationseinrichtungen bei einer Diskussionsveranstaltung im Rahmen der bibliothekarischen Digital-Konferenz #vbib am Dienstag bekanntgegeben. Thorwirth sagte: „Unser Jurist hat die Rechtslage

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Lesesaal

Mit Bourdieu in der Bibliothek – Ein kritischer Blick auf aktuelle Bibliotheksräume

»Die feinen Unterschiede« (Bourdieu 2016) berichten über eine großangelegte französische Studie einer Arbeitsgruppe um Pierre Bourdieu, welche in den 1970er-Jahren der Frage nachging, wie sich in der Bevölkerung Geschmack verteilt. Die Studie war empirisch angelegt und umfasste mehrere tausend Interviews, die bei Personen daheim durchgeführt wurden. Dabei wurden zum Beispiel Angaben zu deren Wohnstil aufgenommen

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Öffentliche Bibliothek

Bibliothek, Geretsried, Gaming, Virtual-Reality-Brillen

Zukunftsperspektiven kleinerer Bibliotheken am Beispiel Bayerns

  Das Bibliothekswesen in Deutschland ist vielfältig und heterogen – das ist spätestens dann spürbar, wenn in nicht-bibliothekarischen Kreisen das Thema auf die ganze Bandbreite aus Wissenschaftlichen Bibliotheken, Öffentlichen Bibliotheken, Sektionen, Spezialbibliotheken und Verbänden kommt. Nachfragen sind selten, ungläubiges Stirnrunzeln dagegen ist öfter wahrzunehmen. Ein Artikel über »Zukunftsperspektiven kleiner Bibliotheken« scheint einfach und klar abzugrenzen

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Tarif

Höhergruppierungsanträge im Bereich des TV-L

Die umfangreichen Änderungen bei der Eingruppierung im Bereich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) wurden bereits im vergangenen Heft (BuB 71(2019)11, S. 624-627) dargestellt: Bibliotheksbeschäftigte werden ab 1. Januar 2020 nicht mehr nach »Speziellen Tätigkeitsmerkmalen (TM)«, bisher in Teil II.1 der Entgeltordnung (EGO), eingruppiert, sondern nach den »Allgemeinen TM« des Teils I.

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Politik

»Chemnitz diskutiert« als Vorbild für Bibliotheken?

  »Wir wollen, dass Sie schöner streiten!«[1] Ein spannendes Projekt, für das sich die Bibliotheken öffnen möchten – und das nicht zuletzt auch Potenzial für den Umgang mit rechter Literatur bietet. In Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinanderzudriften scheint, braucht es neue Möglichkeiten, (wieder) miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestritten in der Sache wurde auch

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Wissenschaftliche Bibliothek

Blick auf die Fassade. Foto: ARGE Aktienspinnerei

Erst Spinnerei, dann Universitätsbibliothek

  Für die Universitätsbibliothek und das Universitätsarchiv Chemnitz wird ein alter Industriebau modernisiert – die Alte Aktienspinnerei. Das Gebäude behält den Charakter eines Fabrikgebäudes aus dem 19. Jahrhundert und wird eine moderne Bibliothek beherbergen, die rund um die Uhr geöffnet haben wird. Es entsteht eine sehr besondere Bibliothek, die nicht nur ein Speicher für gedruckte

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