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Bibliotheken warnen vor voreiliger Abstimmung in der EU-Urheberrechtsreform

Leipzig. Anlässlich der Eröffnung des 7. Bibliothekskongresses beziehen die Bibliotheken erneut eine kritische Position zu dem aktuellen Entwurf der EU-Urheberrechtsreform. Zwar enthalte der Vorschlag nach Einschätzung von Bibliothek & Information Deutschland (BID) wichtige Regelungen in einigen Schlüsselbereichen für Bibliotheken, insbesondere zu Text- und Data-Mining, Bildung, und zur Bewahrung und Nutzung von vergriffenen Werken, die von

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Mehr Partnerland wagen!

Haben Sie‘s gewusst? Die USA sind seit drei Jahren Partnerland des bibliothekarischen Dachverbands BID – und damit der deutschen Bibliotheksbranche. Trotz einiger gemeinsamer Aktionen – Webinare, Fachaufenthalte und Expertenaustausch – ist davon an der Basis wenig angekommen. Das ist schade, denn von den US-Kollegen gibt es viel zu lernen, wie das BuB-Interview mit dem neuen Bibliothekarischen Direktor der ekz, Johannes Neuer, in dieser Ausgabe ab Seite 124 zeigt. Neuer arbeitete zehn Jahre in der New York Public Library und lernte dort vor allem die starke Positionierung der Bibliotheken in der Gesellschaft, deren kreatives Marketing sowie die kompromisslose Kundenorientierung schätzen. Natürlich kann das nicht alles eins zu eins auf Deutschland übertragen werden, aber in einem Punkt, so Neuer, sollten sich Bibliothekare hierzulande unbedingt von ihren Kollegen jenseits des Atlantiks inspirieren lassen: »US-Bibliothekare sind nah am Leben dran und wissen, wo bei den Menschen der Schuh drückt.«

Beim diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig wechselt das Partnerland: Die Niederlande übernehmen die Rolle der USA und es bleibt zu hoffen, dass durch die räumliche Nähe in den nächsten drei Jahren ein intensiverer Austausch zustande kommt. Lohnenswert für deutsche Bibliothekare wäre es allemal, wie im Beitrag über aktuelle Bibliotheksprojekte und -pläne im Nachbarland ab Seite 108 im BuB-Schwerpunkt zu lesen ist. Vorbildlich ist nicht zuletzt die neue Öffentliche Bibliothek in Den Helder, die mit ganz unterschiedlichen lokalen Partnern kooperiert und die soziale Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Dafür wurde sie als »Public Library of the Year 2018« vom bibliothekarischen Weltverband IFLA ausgezeichnet.

Der Blick in andere Länder weitet den Horizont, deshalb stellen wir in dieser BuB-Ausgabe weitere Reise- und Erfahrungsberichte aus dem Ausland vor: Litauen und Lettland als Vorbilder in Sachen Digitalisierung (S. 134) und Neuseeland bei der Inklusion (S. 138).

Sie hätten sich ganz andere Beiträge gewünscht? Dann kommen Sie doch zu unserer Sprechstunde am Dienstag, 19. März, von 10 bis 11 Uhr am Stand der Verbände beim Bibliothekskongress in Leipzig und diskutieren mit der BuB-Redaktion. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Vorschläge.

Bernd Schleh, Leitender BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 2-3/2019

BuB-Heft 2-3/2019

SCHWERPUNKT Bibliothekskongress Leipzig

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • April 2019: Fake News
  • Mai 2019: Umbau in historischem Bestand
  • Juni 2019: Streitfall rechte Literatur

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Nachrichten

Bibliothekskongress 2019: Medienzugang für Jedermann und Digitalisierung sind dominierende Themen

  Mit einem Fokus auf die Zukunft der Bibliotheken startete am 18. März 2019 der 7. Bibliothekskongress. Veranstaltet vom Dachverband der deutschen Bibliotheksverbände Bibliothek und Information Deutschland (BID) kommen bis zum 21. März 2019 mehr als 4.000 Teilnehmer ins Congress Center Leipzig, um gemeinsam das Motto „Bibliotheken verändern“ zu diskutieren und Lösungsansätze auf den Weg

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Bibliotheken verändern, Bibliothek & Information Deutschland, BID, Bibliothekskongress, Leipzig

Bibliothek 4.0 – wozu wir Dritte Orte brauchen!

  Die öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken gestalten als sogenannte Dritte Orte – gesellschaftliche Zwischenräume des Austauschs neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz – den digitalen Wandel aktiv mit. So steht die Bibliothek als Dritter Ort im Mittelpunkt einer Studie des Stiftungsverbunds »Rat für Kulturelle Bildung« mit dem Titel »Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018«. Sie fußt

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Digitale Lernprojekt: Werkstatt+ | wir bibliotheken….

  Im Alltag von Kindern und Jugendlichen  – so die  aktuelle Kinder-Medien-Studie – gibt es kein „entweder/oder“ sondern ein klares digital UND analog. Egal ob bei der Freizeitgestaltung, beim Lernen oder der politischen Mitbestimmung wählen nicht nur sie den Weg, der zum Thema passt – und erobern sich damit ihre Welt. Bibliotheken wissen das schon

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#bibstories – ‚wir bibliotheken‘ in der Werkstatt+

#BIBstories – mit diesem Hashtag sind BID und BIB mit zahlreichen Partnern auf der Leipziger Buchmesse (und dem Bibliothekartag) zugegen und präsentieren im Rahmen der Werkstatt+ Bibliotheken und digitale Bildung, quasi Bibliothek +. Schülerinnen und Schülern, Pädagog*innen und Medienpraktikern, aber auch sonstige Besucher*innen erfahren, wie sich Stadtbibliotheken verändert haben und welche breiten Angebote im digital-anlogen Raum

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Lesesaal

Oodi, Finnland, Helsinki, Bibliothek

Oodi – eine Ode an Finnlands Bibliotheken

  Oodi ist die neueste Stadtteilbibliothek in Helsinkis Zentrum. Das »Schaufenster für finnische Architektur« setzt auf 10 000 Quadratmetern die Wünsche und Träume der Bürger um und zeigt die Gegenwart und die Zukunft der Öffentlichen Bibliothek im Norden. Oodi ist ein Wohnzimmer für die Stadt, ein perfekter Dritter Ort. Die Eröffnungsfeier am 5. und 6. Dezember

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Bau

School 7

School 7: IFLA-Bibliothek des Jahres 2018

  Die niederländische Bibliothek »School 7« wurde auf dem Kongress der International Federation of Library Associations (IFLA) im August zur »Public Library of the Year 2018« ernannt. Der internationale Preis zeichnet neue und innovative Bibliotheken aus. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Art und Weise, wie die Bibliothek in Den Helder mit lokalen Partnern

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Politik

Nachhaltigkeit, Bibliotheken, Agenda 2030

Agenda 2030: Mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken

Wir erleben mittlerweile hautnah, dass unsere Welt im Umbruch ist. Wetterbedingte Katastrophen weltweit kündigen an, was Wissenschaftler uns schon lange prognostizieren. Wir wissen, dass das Minimalziel des Pariser Klimaabkommens – die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius der vorindustriellen Werte – eigentlich nicht ausreicht. Und selbst dieses Ziel ist momentan

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Praxis

70 Jahre und über 70.000 Seiten – BuB feiert Jubiläum

70 Jahre und über 70 000 Seiten – BuB lohnt den Rückblick, denn die Zeitschrift dokumentiert nicht nur die bibliothekarische Fachdiskussion – anfangs allein die der Öffentlichen Bibliotheken – in herausragender Weise, sondern sie ist auch Spiegel der deutschen (kulturellen) Nachkriegsentwicklung. Schon der Beginn ist ohne die Zeitgeschichte nicht deutbar. Der Beginn Im November 1948 erschien

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