Wiley und Projekt DEAL unterzeichnen Einigung

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Bei der Vertragsunterzeichnung: Guido Herrmann, Managing Director Wiley-VCH (links), und Frank Sander, Managing Director Max Planck Digital Library Services. Fotos: Wiley/picture alliance/Tanja M. Marotzke

 

John Wiley & Sons, ein weltweit führendes Unternehmen in Forschung und Lehre, gab heute eine bundesweite Partnerschaftsvereinbarung mit dem Projekt DEAL bekannt, das fast 700 akademische Einrichtungen in Deutschland als Konsortium repräsentiert. Gegen eine jährliche Gebühr ermöglicht diese geschlossene Dreijahresvereinbarung allen Projekt DEAL-Institutionen den Zugang zu den wissenschaftlichen Journals von Wiley zurück bis ins Jahr 1997. Forscher an Projekt DEAL-Institutionen können Artikel als »Open Access« in Wiley Zeitschriften veröffentlichen. Die Partnerschaft werde Institutionen und Forschern helfen, Open Science zu fördern, Entdeckungen zu machen sowie Wissen zu entwickeln und zu verbreiten, geben die Projekt-Deal-Verantwortlichen in einer Pressemitteilung bekannt.

Um die allgemeine Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu unterstützen, starten Wiley und Projekt DEAL im Rahmen der Partnerschaft gemeinsam drei neue Initiativen. Erstens soll nach DEAL-Angaben ein neues »Flaggschiff« unter den Open-Access-Journals entstehen: Eine interdisziplinäre Zeitschrift werde führende Wissenschaftserkenntnisse aus der globalen Forschungsgemeinschaft veröffentlichen und als Forum für die Entwicklung neuer Open-Access-Publikationsmodelle dienen. Zweitens wollen Wiley und Projekt DEAL eine Gruppe zu Open-Science and Author Service Development einrichten, die sich auf die Innovation und Beschleunigung neuer Publikationskonzepte konzentriert. Drittens wollen die Partner ein neues jährliches Symposium für deutsche Nachwuchswissenschaftler ins Leben rufen, das neue Ideen für die Forschungskommunikation erarbeiten soll.

»Wiley freut sich, diese wichtige Partnerschaft mit Projekt DEAL einzugehen. Unsere Partnerschaft und gemeinsamen Projekte spiegeln Wileys Engagement für die Forschungsgemeinschaft wider, mit der wir die Überzeugung teilen, dass die Förderung der wissenschaftlichen Forschung und die Beschleunigung der Wissensbildung einen tiefgreifenden und nachhaltigen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat«, sagt Executive Vice President of Research bei Wiley, Judy Verses. »Wiley und Projekt DEAL glauben daran, zusammen die Art und Weise, wie Wissen geschaffen und weitergegeben wird, verbessern und vorantreiben zu können.«

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Erfolgreicher Vertragsabschluss: Das Verhandlungsteam von Wiley und Projekt DEAL.

»Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht«, sagt Horst Hippler, ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Sprecher des Lenkungsausschusses und Leiter des Projekts DEAL. »Wir haben ein Kernziel erreicht: ein faires Preismodell, das es uns ermöglicht, Forschung bezahlbar und nachhaltig zugänglich zu machen. Es ist revolutionär, dass wir diesen Weg zu einer Open-Access-Publikationspraxis gemeinsam mit Wiley gehen. Ich möchte der Max-Planck-Gesellschaft für ihre Unterstützung bei der endgültigen Vertragsunterzeichnung danken.«

Um die Unterzeichnung des Projekt DEAL-Vertrags mit Wiley zu ermöglichen, gründete die Max-Planck-Gesellschaft als Mitglied der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen hinter dem Projekt DEAL-Konsortium die Max Planck Digital Library Services GmbH. »Auf Wunsch der Allianz der Forschungseinrichtungen in Deutschland haben wir diesen nationalen Vertrag mit Wiley gerne organisiert und umgesetzt. Dies steht im Einklang mit Bemühungen wie der OA2020, die die Max-Planck-Gesellschaft seit vielen Jahren unterstützt, um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu fördern, in moderne wissenschaftliche Publikationsmethoden zu investieren, und sicherzustellen, dass die Urheberrechte an wissenschaftlichen Artikeln dort bleiben, wo sie hingehören – bei unseren Wissenschaftlern«, sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann.

Über Projekt DEAL

Das Projekt DEAL wurde von der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen ins Leben gerufen, die die überwiegende Mehrheit der wichtigsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland repräsentiert. Das Konsortium umfasst fast 700 überwiegend öffentlich finanzierte, akademische Einrichtungen in Deutschland, wie Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Staats- und Regionalbibliotheken. Im Rahmen des Projekts sollen nationale Lizenzvereinbarungen für das gesamte Portfolio an elektronischen Zeitschriften großer akademischer Verlage umgesetzt werden. Weitere Informationen unter www.projekt-deal.de

red / 15.1.2019

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