Universitätsbibliothek Augsburg erhält bislang unbekannte Briefe von Thomas Mann

Augsburg. Die Universitätsbibliothek Augsburg präsentierte am 4. November bisher unbekannte, eigenhändig geschriebene Briefe des Schriftstellers und Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann und seiner Familie der Öffentlichkeit. Die Briefsammlung wurde der Bibliothek von den Germanisten  Klaus und Ilsedore Jonas überlassen und vom Thomas-Mann-Forscher Dirk Heißerer gesichtet, der seine Erkenntnisse in einem Briefband zusammengetragen hat, der zusammen mit Originalbriefen präsentiert wird.

Nach Angaben der Universitätsbibliothek Augsburg handelt es sich bei der Schenkung des deutsch-amerikanische Ehepaar Jonas, das früher an Universitäten in Pittsburgh tätig war, um 71 Briefe, die von Thomas Mann, von seiner Ehefrau Katia Mann und von deren Sohn Golo Mann an das Ehepaar Jonas aus den Jahren 1949-1991 stammen.

Die Briefe beziehen sich hauptsächlich auf das bibliographische Lebenswerk von Klaus Jonas, der die maßgeblichen Forschungsbibliographien zu Thomas und Golo Mann publiziert hat. Sie dokumentieren aber auch die langjährige freundschaftliche Verbindung der Familie Thomas Manns mit dem Ehepaar Jonas. »Diese zweite Schenkung ergänzt unsere Sammlung Jonas, die bisher vor allem aus Forschungsliteratur besteht, um handschriftliche Zeugnisse des meistgelesenen deutschen Autors«, erläutert Ulrich Hohoff, Direktor der Universitätsbibliothek, die Bedeutung der Briefe.

Das Ehepaar Jonas hatte bereits 1989 mehr als 4000 Dokumente an die Bibliothek gestiftet. Dass die Briefsammlung  im Jahr 1989 nach Augsburg kam, ist Helmut Koopmann, dem damaligen Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, zu verdanken. Er hatte das Ehepaar Jonas bei seinen Forschungen zu Thomas und Heinrich Mann kennengelernt und ihre Sammlung dann nach Augsburg vermittelt. (red / 5.11.2014)

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