35 Jahre Kinder- und Jugendbuchwochen

Kinder- und Jugendbuchwochen in Schleswig-Holstein

Eröffnungsfeier der 35. Kinder- und Jugendbuchwochen in Apenrade (von links): Peter Asmussen (Vorsitzender des Verbandes Deutscher Büchereien in Nordschleswig), Olav Hansen (stellvertretender Hauptvorsitzender Bund Deutscher Nordschleswiger), Lasse Peter Rodewald (Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland), Rasmus Andresen (Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Landtags), Silke Amthor (Bibliothekarin der Detuschen Zentralbücherei Apenrade), Claudia Knauer (Direktorin des Verbandes Deutscher Büchereien in Nordschleswig), Heinz-Jürgen Lorenzen (Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein), Thomas Andresen (Bürgermeister der Stadt Apenrade), Susanne Heigold (Chorleiterin) und Marion Petersen (Moderatorin) mit dem Kinderchor Nordschleswig. Foto: Klaus Willis Andresen

 

Rendsburg. Mehr als 300 Veranstaltungen an 82 verschiedenen Orten: 34 Autoren, Illustratoren und Theatergruppen machen sich in Schleswig-Holstein auf den Weg, um Kinder und Jugendliche dies- und jenseits der Grenze für Literatur zu begeistern.

»Jedes Kind muss lesen lernen« – mit dieser Forderung der »Hamburger Erklärung« prominenter Persönlichkeiten aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft wurde eine bundesweite Diskussion zum Thema Lesen angestoßen. Initiatorin war die Kinderbuchautorin Kirsten Boie. Wie vielfältig die Welt des Lesens ist, zeigen die Kinder- und Jugendbuchwochen, die vom 5. bis zum 17. November bereits zum 35. Mal in Schleswig-Holstein und Nordschleswig stattfinden. In 82 Büchereien sind 34 Autoren, Illustratoren, Geschichtenerzähler und Liedermacher zu Gast, um ihre Freude an Literatur, Geschichten und Sprache mit Kindern und Jugendlichen zu teilen.

Mehr als 300 Lesungen, Workshops und Theateraufführungen bieten 15.000 Kindern und Jugendlichen aus 500 Kindergartengruppen und Schulklassen die Chance, einen Autor oder Künstler zu treffen und neue literarische Welten zu entdecken.

Die Kinder- und Jugendbuchwochen wagen erstmals den Sprung über die Grenze. Sie richten den Blick auf die deutschen Büchereien in Nordschleswig. Das größte deutschsprachige Lesefest nördlich der Elbe läutete Schleswig-Holsteins Vizelandtagspräsident Rasmus Andresen Anfang November in der Deutschen Zentralbücherei in Apenrade (Dänemark) ein. Unter dem Motto »grenzGenial« gaben Schüler der deutschen Schulen in Nordschleswig einen Einblick in Projektarbeiten, die gemeinsam mit den Büchereien durchgeführt wurden.

Kinder- und Jugendbuchwochen mit Schreibworkshop und Kurzfilm

Neben der Präsentation ausgewählter Ergebnisse eines kreativen Schreibworkshops stand die Vorstellung des Kurzfilms »Unsere Bücherei« auf dem Programm. Dieser wurde von Schülerinnen und Schülern der Deutschen Privatschule Feldstedt erarbeitet. Die deutschen Büchereien in Nordschleswig arbeiten im Rahmen vielfältiger Leseförderprojekte seit vielen Jahren eng mit den deutschen Schulen zusammen. Landtagsvizepräsident Andresen betonte in seiner Eröffnungsrede: »Bücher verleihen Flügel, sie eröffnen Welten, sie stiften Freundschaften, sie machen klug, sie trösten, sie lassen uns mitfühlen, sie reißen Mauern ein und sie überwinden Grenzen.«

»Die Vielfalt der Literatur eröffnet Kindern und Jugendlichen grenzüberschreitend neue Welten, Kulturen, Werte und Anschauungen – und ermöglicht es, dass Miteinander auf Verständnis aufbaut und nicht von Vorurteilen dominiert wird«, sagt Heinz-Jürgen Lorenzen, Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein.

Die jährlich im November stattfindenden Kinder- und Jugendbuchwochen bilden seit 35 Jahren eine feste Größe im Literaturkalender des Landes. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein koordiniert seit 1984 die Organisation des größten Lesefestivals in der Region.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein fördert die 35. Kinder- und Jugendbuchwochen mit insgesamt 14.500 Euro. Weitere rund 85.000 Euro für die Finanzierung der 300 Veranstaltungen bringen Kommunen, Schulen, Fördervereine und lokale Unterstützer auf.

red / 6.11.2018

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