IFLA Konferenz 2017: Internationaler Austausch auf Satellitenkonferenzen

IFLA

Vom 19. bis 25. August findet der 82. IFLA-Weltkongress im polinischen Wrocław statt. In Deutschland gibt es rund um den Kongress fünf Satellitenkonferenzen. Foto: IFLA

 

Fünf internationale Konferenzen finden im Umfeld des Weltkongresses des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA in Wroclaw (Polen) im August in Deutschland statt. Anmeldungen zu den jeweiligen Konferenzen sind für alle Interessierten möglich. Ein Überblick:

 

News Media Satellite Conferenz in Dresden

»Unser Leben mit Nachrichtenmedien – ihre Langzeitarchivierung und Bedeutung für unser kollektives Gedächtnis«: Diesem Thema widmet sich die IFLA 2017 News Media Satellite Conference vom 16. bis 18. August 2017. Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden ist hierfür erstmals gastgebende Einrichtung. Wie die Bibliothek in einer Presseinformation mitteilt werden etwa 100 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Vortragende aus acht Ländern erwartet. Die Satellite Conference findet traditionell drei Tage vor dem IFLA Weltkongress statt, der dieses Jahr in Wrocław (Breslau) stattfinden wird.

Nachrichtenmedien sind zugleich treibende Kräfte und Zeugen des rasanten sozialen und politischen Wandels unserer Zeit. Bibliotheken spielen gleichfalls eine Doppelrolle: Sie archivieren sowohl Print- als auch elektronische Medien für eine »lange Zeit«. Auf der anderen Seite gestalten sie aktiv, sowohl für originär digitale als auch für digitalisierte Medien, als Datenmanager und Gestalter von Nutzungsplattformen die künftigen Zugangswege und -modi für ihr Publikum.

IFLA, Satellitenkonferenz, SLUB Dresden

Zum ersten Mal veranstaltet die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden im August 2017 eine Satellitenkonferenz zum Weltkongress der IFLA. Foto: SLUB Dresden/Henrik Ahlers

Wenn wir Nachrichtenmedien archivieren, geschieht dies für eine vermeintliche »Ewigkeit«. Welcher Weg der Archivierung ist dabei am verlässlichsten? Gibt es dafür eine Praxis, die sich überall und in allen Fällen bewährt? Wie viele verschiedene Medientypen müssen wir archivieren und wie viele Kopien reichen aus für die Ewigkeit? Und welche Erwartungen unserer Nutzer sind zu berücksichtigen – müssen wir ihr komplettes heutiges mediales Umfeld für zukünftige Forschungen rekonstruierbar halten? Wie sollen wir Prioritäten setzen und wie eine vernünftige Arbeitsteilung zwischen den beteiligten Branchen und Institutionen organisieren?

Nach Angaben der SLUB Dresden wird die Konferenz wird den Fokus auf verschiedene Fallbeispiele von Retrodigitalisierung, digitalen Nachrichtenarchiven und Kommunikationsforschung richten. Der Blick auf Best-Practice-Beispiele kann den Bibliotheken Wege weisen, wie die Erwartungen und Anforderungen der Forschenden und Nutzer an Nachrichtenmedien am besten erfüllt werden können.

Weitere Informationen, unter anderem zu Anmeldung und Programm sind zu finden unter http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/kooperationen/ifla-2017-news-media-satellite-conference/

Die Anmeldefrist endet am 10. August.

 

»Digital Humanities – Opportunities and Risks.
Connecting Libraries and Research«

Vom 15. bis 17. August 2017 findet die Satellitenkonferenz der »Academic and Research Libraries Section« in Berlin statt. Im Zuge des digitalen Wandels gewinne das Thema der Digital Humanities weltweit an Bedeutung für Bibliotheken und Einrichtungen des kulturellen Erbes, teilt die IFLA auf ihrer deutschsprachigen Internetseite mit. Vor dem Hintergrund der Bereitstellung der für die Forschung benötigten Bestände und Sammlungen rückten Archive, Bibliotheken und Museen verstärkt in den Fokus geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschungsvorhaben. Gleichzeitig  würden seitens der Wissenschaft Services zur Be- und Verarbeitung der Materialien erwartet, die über die reine Bereitstellung digitalisierter Bilder und Texte deutlich hinausgehen.

Die Humboldt Universität zu Berlin (HU) und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften  (BBAW) sind die Veranstalter der Satellitenkonferenz zu diesen Themen, die international diskutiert werden. Die IFLA-Sektion Wissenschaftliche Bibliotheken ist gemeinsam mit LIBER (Europäischer Bibliotheksverband für Wissenschaftliche Bibliotheken,  DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities in Europe), DINI (Deutsche Initiative für Netzwerk-Information) und den Veranstaltern verantwortlich. Ansprechpartner ist Herr Prof. Dr. Andreas Degkwitz

Informationen zum Programm, Registrierung, Hotelunterbringung  unter
https://dh-libraries.sciencesconf.org/

 

IFLA-Satellitenkonferenz in Berlin zu Nachhaltigkeitsthemen
in Bibliotheken

Am 16. und 17. August 2017 findet eine Satellitenkonferenz an der Freien Universität Berlin statt, die sich mit dem Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit von Biblitoheksbauten, Angeboten und Management beschäftigt. Die Konferenz wird nach IFLA-Angaben von dem Interessenkreis »Environmental Sustainability and Libraries Special Interest Group« (ENSULIB) des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA veranstaltet und steht unter dem Motto »Collaborative Strategies for Successful Green Libraries: Buildings, Management, Programs and Services«.

 

Konferenz zur Interkulturellen Bibliotheksarbeit findet in Berlin statt

IFLA, Satellitenkonferenz, DFG, Staatsbibliothek zu Berlin, FID Recht

»Vom Flüchtling zur Bürger-Integration«: zu diesem Thema veranstaltet die Staatsbibliothek zu Berlin (Foto) eine der fünf Satellitenkonferenzen des IFLA-Weltkongresses 2017 in Deutschland. Foto: cinemadirect,Berlin

»Vom Flüchtling zur Bürger-Integration« lautet das Thema der Konferenz, die die IFLA-Sektion »Angebote für multikulturelle Bevölkerungsgruppen« am 16. und 17.August 2017 in der Staatsbibliothek zu Berlin anbietet. Wie das deutsche IFLA-Nationalkomittee mitteilt, wird im internationalen Vergleich diskutiert, welche Aufgaben und Rollen Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen bei der Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft einnehmen können. Weitere Informationen sind zu finden unter:  http://2017.ifla.org/cfp-calls/library-services-to-multicultural-populations-section-2

 

Nach Weltkongress: Satellitenkonferenz zur Agenda 2030
der UN in Berlin

Eine Satellitenkonferenz nach dem IFLA-Weltkongress 2017 wird in Berlin das Thema diskutieren, wie Lobbyarbeit mit den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der vereinten Nationen verbunden werden können. Diese als Workshop und Austauschmöglichkeit angelegte internationale Konferenz findet in der Bibliothek des Bundestags in Berlin am  25. und 26. August 2017 statt und wird von der IFLA-Sektion Government Libraries organisiert.

Die Teilnahme ist begrenzt. Anmeldungen nimmt Jonathan Ginn entgegen.

Weitere Informationen zu allen Satellitenkonferenzen unter: http://2017.ifla.org/programme/satellite-meetings. Die IFLA in Deutschland informiert regelmäßig über die Arbeit des Weltverbandes. Weitere Informationen unter: http://www.ifla-deutschland.de

red / 11.7.2017

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