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Altmetrics für LIS-Professionals – Ein (fast) praktischer Wegweiser

Altmetrics: A practical guide for librarians, researchers and academics / edited by Andy Tattersall. London: Facet Publishing, 2016. ix, 214 Seiten: Illustrationen. ISBN 978-1-78330-010-5 – Broschur, GBP 54,95. Auch als E-Book erhältlich. Der Herausgeber Andy Tattersal beschreibt im Titel das vorliegende Buch als einen praktischen Wegweiser für »librarians, researchers and academics« zum Thema Altmetrics. Für

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Das Büro, mein Statussymbol?

Ich bin skeptisch! Großraumbüro, Open-Space-Office, eine flexible und mobile Arbeitsplatzgestaltung: Kann das funktionieren? Ich empfinde es doch als kleinen Luxus, in der BuB-Redaktion ein eigenes Büro zu haben. Klein sei es, hat eine Besucherin mal gesagt, ja. Und die Tür steht ohnehin immer einen Spalt offen – Open-Door-Policy würde man es im verenglischten Büro-Sprachgebrauch nennen. Warum also überhaupt ein eigenes Büro haben? Nun, es ist mein eigener, kleiner Arbeitsbereich, der Raum, in dem ich konzentriert und mit wenig Ablenkung arbeiten kann.

Auch als Journalist kennt man in größeren Redaktionen übrigens das Open-Space-Office, dort heißt es dann News-Room: Online- und Print-Redakteure, Mediengestalter und Blattmacher sollen Hand in Hand arbeiten – mit entsprechend hoher Geräuschkulisse und visueller Ablenkung. Das kann ätzend sein.

Hänge ich vielleicht zu sehr an Statussysmbolen? Mein Haus! Mein Auto! Mein eigenes Büro? In unserem Schwerpunkt ab Seite 396 gehen wir der Frage nach, wie eine moderne Arbeitsplatzgestaltung aussehen kann. Für manche heißt das womöglich, raus aus der eigenen Komfortzone, neues ausprobieren, offen sein für eine neue Arbeitsumgebung.

Marie Østergård etwa, Direktorin der Bibliothek Dokk1 in Aarhus, berichtet im BuB-Interview von ihren Erfahrungen mit dem Open-Space-Office. Sie spricht von mehr Teamarbeit, mehr Kooperation, einem intensiveren und einfacheren Austausch und schließlich vom Wegfall fast aller Meetings – man sitzt ja ohnehin am gleichen Tisch, warum also extra eine Besprechung ansetzen? Wie diese neuen Arbeitswelten gestaltet werden können und was eine Bibliothek immer noch von einem Start-Up-Unternehmen der IT-Branche unterscheidet, erläutert Olaf Eigenbrodt im großen Überblicksartikel des Heftschwerpunktes.

Im aktuellen Heft stellen wir auch die spektakuläre, neue Binhai-Bibliothek aus dem chinesischen Tianjin vor – wahrlich eine moderne Arbeitsumgebung für die Nutzenden und die Mitarbeitenden (Seite 416). In der BuB-App haben wir dazu auch eine Fotogalerie für Sie vorbereitet.

Was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wie arbeiten wir in Zukunft? Machen Sie sich selbst ein Bild der neuen Möglichkeiten und Ideen zur Arbeitsplatzgestaltung. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.

Steffen Heizereder, BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 07/2018

BuB Heft 07/2018

SCHWERPUNKT Arbeitsplatz Bibliothek

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • August/September 2018: Personalgewinnung
  • Oktober 2018: Frankfurter Buchmesse
  • November 2018: 70 Jahre BuB / Fachkommunikation

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Nachrichten

Wildauer Bibliothekssymposium: Humanoide Roboter und einiges mehr

Wildau. Als das Wildauer Bibliothekssymposium im Jahr 2008 aus der Wiege gehoben wurde, standen Handlungsfelder rund um RFID im Zentrum der Konferenz. Jetzt scheint das Erkennungszeichen der Einsatz humanoider Roboter zu werden. Aber in der aktuellen Ausgabe des Symposiums werden darüber hinaus weitere – insgesamt 17 – Fragen gestellt, zum Beispiel: • Können Patentrecherchen, Nutzerforschung

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Bartholomäus Reiter, Bayerische Staatsbibliothek, München

BSB erwirbt Handschrift des Künstlers Bartholomäus Reiter

München. Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) hat ein Stamm- und Wappenbuch erworben, das zwölf seltene Gouachen des Münchner Renaissance-Malers Bartholomäus Reiter (1570 – 1622) enthält. Wie die Bibliothek mitteilt, ist die Handschrift das erste Zeugnis des Meisters in den Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek und ist zwischen 1568 und 1621 entstanden. Es handelt sich offenbar auch weltweit um

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Open Science – Thema der DINI-Jahrestagung 2018

Göttingen. Die Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) findet unter dem Motto »Open Science – Digitaler Wandel in Forschung und Lehre« vom 6. bis 7. November in Bielefeld statt. Open Science bezeichnet den Kulturwandel hin zu einem offeneren Wissenschaftssystem. Zentrale Handlungsfelder sind die Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens von Subskription zu Open Access, das Management

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TOPORAZ: Der historische Stadtraum von Nürnberg wird interaktiv erlebbar

Karlsruhe/Nürnberg. Anfang Juli werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes TOPORAZ (Nürnberger Topographie in Raum und Zeit) präsentiert. Ein interdisziplinäres Wissenschaftler-Netzwerk, an dem das FIZ Karlsruhe als Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur sowie die Universitäten Greifswald, Köln und Darmstadt beteiligt waren, hat Neuland betreten. Dreidimensionale digitale Modelle rekonstruieren den Nürnberger Stadtraum von der Barockzeit bis zur Gegenwart. Sie wurden

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Lesesaal

Schwieriger Umgang mit Büchern aus rechten Verlagen

Berlin. Ein Patentrezept für den Umgang mit Literatur aus rechten Verlagen gibt es nicht – auch nicht nach der Podiumsdiskussion der Lektoratskooperation, die sich am Mittwoch beim Bibliothekartag in Berlin mit diesem aktuellen Thema beschäftigt hat. Auf einen gemeinsamen Aspekt konnten sich die TeilnehmerInnen immerhin verständigen: Produkte aus rechten Verlagen sollten einen Themenbereich in einer

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Das Interview

Heinz-Jürgen Lorenzen plädiert für Beibehaltung des Bibliothekartags

Wenn es eine Rangliste derjenigen Bibliothekare gäbe, die die meisten Ehrenämter im Bibliothekswesen innehatten, dann würde Heinz-Jürgen Lorenzen ganz weit vorne liegen. Als langjähriger Direktor der Büchereizentrale und Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein geht er nun Ende August in Ruhestand. Sein Amt als Präsident des bibliothekarischen Dachverbands BID wird er im März kommenden Jahres übergeben. Im

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Politik

Eine kritische Würdigung der neuen Berufsethik der BID

  Im Oktober 2017 hat Bibliothek und Information Deutschland (BID) die Neufassung seiner Ethischen Grundsätze beschlossen und im Novemberheft von BuB der bibliothekarischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[1] Damit hat BID eine für Deutschland vergleichsweise junge Tradition fortgesetzt. Während die älteste bibliothekarische Berufsethik in den USA 1938/39 verabschiedet wurde, ist das Gros der inzwischen über 70 nationalen

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Technik / Digitale Medien

Ich, der Roboter, helfe dir, dem Bibliothekar: Die Bibliothek des MPI Luxemburg als Wegbereiter

Der Inventur-Roboter Tory im Einsatz in der Bibliothek des Max-Planck-Instituts in Luxemburg. Bei einem Testlauf im Oktober 2016 arbeitete der Roboter mit einer Erfassungsgenauigkeit von mehr als 99 Prozent. Fotos: Max-Planck-Institut Luxemburg   Das Jahr 2012 war das Gründungsjahr des Max Planck Institute (MPI) Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law[1] und der angeschlossenen

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