Animation der ehemaligen Viadrina. 1962 abgebrochen, wurde das Kollegienhaus, in dessen erstem Obergeschoss die Bibliothek untergebracht war, 2006 virtuell im Rahmen des Viadrina-Projekts wieder aufgebaut. Screenshots: http://avia.kobv.de/viadrina/start.html

Nachrichten

»Das Projekt mit den alten Viadrina-Drucken ist etwas Besonderes«

  Am 15. April 1506 wurde die Viadrina gegründet, die erste brandenburgische Landesuniversität in Frankfurt an der Oder. Sie bestand bis 1811, als sie im Zuge der Neuordnung des preußischen Universitätswesens geschlossen und von Frankfurt nach Breslau, dem heutigen Wrocław, in Polen verlegt wurde. Mit der Universität verließen 28 000 Bücher und Drucke Frankfurt. Fast 200

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BuB-App – die schönen Seiten der digitalen Welt

Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Sie verändert unsere Welt, vor allem unsere Kommunikation und Informationsbeschaffung – und damit ganz maßgeblich die Arbeit in Bibliotheken. Die Informationssuche ist inzwischen rund um die Uhr sowie von jedem Ort aus möglich und wird von den Nutzern ganz selbstverständlich erwartet.

Wesentliche Grundlage für diesen Komfort sind digitalisierte Bestände der Bibliotheken. In zahlreichen Projekten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern werden immer mehr Bücher und Dokumente in und von Bibliotheken elektronisch zur Verfügung gestellt. Das bringt Bibliotheken ins Rampenlicht, aber auch an die Grenze ihrer finanziellen Belastbarkeit. Neben den immensen Kosten sind weitere Hürden zu nehmen: Bei der Digitalisierung historischer Bestände sieht es zum Beispiel gerade bei den besonders interessanten Werken des 20. Jahrhunderts noch mau aus.

Grund dafür ist das derzeitige Urheberrecht, das Werke bis weit über den Tod ihres Schöpfers schützt. Und vor allem Öffentliche Bibliotheken kämpfen mit dem Problem, dass viele Verlage ihre elektronischen Bücher nicht für den Verleih freigeben. Gibt es hier keine schnellen Lösungen, dann werden die Bibliotheken von der Digitalisierung abgehängt. Chancen und Risiken liegen also eng beieinander. Einen Überblick über die aktuelle Situation der Digitalisierung in Bibliotheken, über Möglichkeiten, Herausforderungen und besonders eindrückliche Projekte bietet der Themenschwerpunkt ab Seite 398.

Der BuB-Schwerpunkt zeigt, dass die Digitalisierung viele Seiten hat – mit der neuen BuB-App kommen nun ein paar besonders schöne hinzu. Mit dieser Ausgabe wird die mobile App für Smartphone und Tablet-PC freigeschaltet. Darin finden sich alle Informationen, die in einem gedruckten Heft keinen Platz haben: Fotostrecken, Videos, Karten, Direktlinks. Egal ob am Urlaubsort, auf dem Weg zur Arbeit oder wo auch immer, ab sofort können Sie von überall und zu jeder Zeit digital auf BuB zugreifen – und das schon bevor das gedruckte Heft erscheint. Die BuB-App ist bis Ende des Jahres zunächst als Beta-Version verfügbar und für BIB-Mitglieder kostenfrei. Wie’s genau funktioniert, lesen Sie ab Seite 374.

Bernd Schleh, BuB-Redakteur

BuB Heft 07/2016

SCHWERPUNKT Digitalisierung

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • August/September 2016: Bibliotheksbau
  • Oktober 2016: Frankfurter Buchmesse
  • November 2016: Mobile Bibliotheksarbeit

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Nachrichten

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Ausstellung zum Jubiläum

Hamburg. Das Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften lädt zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. Juli, um 18.30 Uhr ein. Die Ausstellung »in/trans/formation – 70 Jahre bibliothekarische Ausbildung in Hamburg« ist, neben der Fachtagung »Move and Make« und der Ringvorlesung »Neues Lesen«, das dritte Highlight im Jubiläumsjahr 2016 des Departments. Die bibliothekarische Ausbildung hat in

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Rlevente, Brexit, CC BY-SA 4.0

Nach Brexit: Cilip will Bibliotheksbeschäftige »mit allen notwendigen Maßnahmen« unterstützen

  London. Die Briten haben sich entschieden. 51,9 Prozent (Quelle: BBC) der Wähler haben für den »Brexit«, für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt. Am Freitagmittag hat auch der britische Bibliotheksverband »Cilip« eine Stellungnahme veröffentlicht. Das Bibliothekswesen sei auf einem Fundament von gemeinsamen Werten aufgebaut, die Bildung, Kreativität, Verständnis und dem Respekt von Belegen

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Reinhard Laube, künftiger Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Fotos: Klassik Stiftung Weimar

Reinhard Laube wird neuer Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

  Weimar. Reinhard Laube, Direktor der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, wird neuer Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Das teilte die Klassik Stiftung Weimar am Dienstag, 21.6, mit. »Reinhard Laube ist eine ausgezeichnete Wahl. Ich bin überzeugt, dass die Klassik Stiftung von seinen enormen Fachkenntnissen und seinem reichen Erfahrungsschatz profitieren wird«, sagte Benjamin-Immanuel Hoff, der

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Bayerische Staatsregierung beschließt Bibliotheksplan

Der Ministerrat des Freistaats Bayern hat bei seiner vergangenen Kabinettssitzung am 21. Juni erstmals einen Bayerischen Bibliotheksplan nach dem Vorbild des Bayerischen Musikplans beschlossen. Die initiative hierzu ging von Bildungsminister Ludwig Spaenle und Staatssekretär Bernd Sibler (beide CSU) aus. Wie die Bayerische Staatskanzlei mitteilt sollen darin die wesentlichen Leistungsfelder der bayerischen Bibliotheken aller Fachrichtungen dargestellt

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Aus- und Fortbildung / Studium

Von der Bauhaus-Bibliothek zur Wartburg: BIB-Studienfahrt nach Sachsen-Anhalt und Thüringen

Rheinland-Pfalz. Die Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) veranstaltet vom 3. bis 7. Oktober eine  Studienfahrt nach Sachsen-Anhalt und Thüringen. Und noch sind einige Plätze frei. Auf dem Programm stehen unter anderem die Besichtigung der Bauhaus- und der Campus-Bibliothek in Dessau, ein Ausflug zu Schloss Wörlitz und eine literarische Lesung im Theatercafé Weimar. Höhepunkt

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Lesesaal

Regeln für die Konfliktbewältigung sollten in jeder Bibliothek im Team erarbeitet werden, sagt BuB-Autorin Maria Klupp. Foto: Foto: max_776 / Fotolia

Vom Umgang mit schwierigen Nutzern in Konfliktsituationen

  Das Wichtigste gleich vorneweg: Ich ziehe den Hut vor Menschen, die heute in Bibliotheken arbeiten. Warum? Weil ich in den letzten Jahren als Stressmanagement- und Kommunikationstrainerin in zahlreichen Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erfahrung gemacht habe, dass es heute im Bibliotheksalltag praktisch nichts gibt, was es nicht gibt. Der Phantasie sind keine Grenzen

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Praxis

Bestandsaufbau

Konvergenz und Kontingenz – Vom Bestandsaufbau zum Management von Informationen

  Die in BuB 05/2016 geführte Diskussion um den Bestandsaufbau in Bibliotheken wirkt  vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Verlags- und Informationsmarkt und nicht zuletzt in den Bibliotheken selbst fast schon anachronistisch. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist traditioneller Bestandsaufbau für die Zukunft  längst irrelevant und für die reale Nutzung und das

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Schulbibliotheken / Spezialbibliotheken

Musikbibliotheken

Musikbibliotheken im Zeitalter des digitalen Wandels

  Die Veränderungsprozesse in der digitalen Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf Bibliotheken bleiben auch für Musikbibliotheken nicht ohne Folgen, mehr noch, sie stellen sich hier wie unter einem Brennglas gebündelt dar. Attraktive Neubauten und Neueinrichtungen der letzten Jahre wie in Stuttgart, Essen, Nürnberg, Wiesbaden oder aktuell in Detmold können nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Sparte

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