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Standortentscheidung für Neubau der ZLB

Berlin. In einer Pressemitteilung hat die ZLB Berlin die Entscheidung des Senats von Berlin begrüßt, den Standort Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz für die Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin unter einem Dach zu benennen. »Ein guter Tag für Berlin und für die ZLB! Vereint an diesem Standort kann die ZLB ihr volles Potenzial als Metropolenbibliothek entfalten.

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Das Image aufpolieren!

Es ist erneut eine Veranstaltung der Superlative: Zum 107. Deutschen Bibliothekartag in Berlin, dem größten bibliothekarischen Fachkongress Europas, werden rund 4 000 Besucher erwartet. Die Zahl der Vorträge stieg gegenüber dem Vorjahr noch mal um gut 20 Prozent auf knapp 400 Einzelveranstaltungen, darunter zahlreiche neue Formate im digitalen und analogen Bereich, die zum Mitmachen einladen. Dazu kommt eine Firmenmesse auf 2 600 Quadratmetern mit über 130 Ausstellern.

Es läuft also alles rund? Keineswegs. Denn während die aktiven Bibliothekare in Scharen zu ihrer größten Fortbildungsveranstaltung strömen, entscheiden sich immer weniger junge Menschen für einen Arbeitsplatz in der Bibliothek. Die Branche leidet unter massivem Nachwuchsmangel. Die Folge sind Probleme bei der Stellenbesetzung in Bibliotheken und fehlende Bewerber für die bibliothekarischen Studien- und Ausbildungsgänge. Die Situation spiegelt sich nicht zuletzt im Bibliothekartagsprogramm: Allein drei Podiumsdiskussionen befassen sich mit dem Thema Nachwuchsmangel. Der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) greift die Herausforderung als aktuelles Jahresthema auf. Die Misere ist so groß, dass der bibliothekarische Dachverband BID sogar eine eigene Arbeitsgemeinschaft zur Personalgewinnung einsetzt. BID-Präsident Heinz-Jürgen Lorenzen mahnt im BuB-Interview (siehe Seite 314): »Wir haben ein Imageproblem.« Wichtig sei, so Lorenzen, die Bedeutung der Bibliotheken für die Gesellschaft selbstbewusst nach außen zu tragen und dort ein realistisches Bild von Bibliotheken zu vermitteln.

Dazu trägt nicht zuletzt BuB als auflagenstärkste spartenübergreifende bibliothekarische Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum zuverlässig bei – und das seit 70 Jahren. Dieses stattliche Jubiläum wird mit einer kleinen Feierstunde im Rahmen des Bibliothekartags am Donnerstag, 14. Juni, ab 16 Uhr am Podium der Verbände gewürdigt. Doch BuB ist inzwischen weit mehr als ein gedrucktes Magazin und auch im elektronischen Bereich gut aufgestellt. Der Online-Auftritt unter www.b-u-b.de verzeichnet im Durchschnitt mehr als 500 unterschiedliche Besucher pro Tag. Die BuB-App, die seit Juli 2016 auf dem Markt ist und zusätzliche Informationen in Form von Videos, Foto-Galerien und interaktiven Grafiken bietet, hat bereits über 1 000 regelmäßige Nutzer. Rechtzeitig zum Jubiläum beim Bibliothekartag in Berlin wird BuB zudem mit einem eigenen Twitter-Kanal an den Start gehen. Schauen Sie einfach mal rein!

Bernd Schleh, Leitender BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 06/2018

BuB Heft 06/2018

SCHWERPUNKT Bibliothekartag Berlin

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Juli 2018: Arbeitsplatz Bibliothek
  • August/September 2018: Personalgewinnung
  • Oktober 2018: Frankfurter Buchmesse

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Nachrichten

107. Deutscher Bibliothekartag, Berlin, BIB, Bibliothekartag

Abschluss 107. Bibliothekartag: Bibliothekare fordern Nachhaltigkeit

  Mehr als 4.200 Teilnehmende verabschieden sich nach vier Tagen des intensiven Austauschs und konstruktiver Diskussionen vom 107. Deutschen Bibliothekartag aus Berlin. In nahezu 400 Veranstaltungen wurden nicht nur die neusten Entwicklungen der Bibliotheks- und Informationsbranche vorgestellt. Auch Forderungen der Bibliothekarinnen und Bibliothekare an die Politik wurden laut: neben der Verbesserung der tarifrechtlichen Rahmenbedingungen und

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Bürgermeister Lederer empfängt ausländische Gäste im Roten Rathaus

  Längst ist er international geworden, der Deutsche Bibliothekartag. Viele Teilnehmer reisen aus dem Ausland an, auf den Gängen hört man immer wieder Gespräche, die auf Englisch geführt werden. Im Roten Rathaus hat Klaus Lederer (Die Linke), stellvertretender Bürgermeister und Kultur- und Europasenator von Berlin, die ausländischen Gäste am Mittwochabend begrüßt. Rund 80 Bibliothekare und

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Schwieriger Umgang mit Büchern aus rechten Verlagen

Berlin. Ein Patentrezept für den Umgang mit Literatur aus rechten Verlagen gibt es nicht – auch nicht nach der Podiumsdiskussion der Lektoratskooperation, die sich am Mittwoch beim Bibliothekartag in Berlin mit diesem aktuellen Thema beschäftigt hat. Auf einen gemeinsamen Aspekt konnten sich die TeilnehmerInnen immerhin verständigen: Produkte aus rechten Verlagen sollten einen Themenbereich in einer

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Johannes Neuer, New York Public Library, ekz, ekz.bibliotheksservice GmbH, Reutlingen, New York

Von New York nach Reutlingen: Johannes Neuer wird Bibliothekarischer Direktor der ekz

  »Erfahrung im internationalen Bibliothekswesen gepaart mit Fachwissen zur Kundenorientierung« – so beschreibt die ekz.bibliotheksservice GmbH Johannes Neuer, der als Bibliothekarischer Direktor zu dem Reutlinger Bibliotheksdienstleister wechseln wird. Er wird Nachfolger von Andreas Mittrowann, der sich ab Januar 2019 als Strategieberater für Bibliotheken selbstständig macht. Das bestätigte der ekz-Aufsichtsrat auf seiner Frühjahrssitzung. Verantwortlich ist der

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Lesesaal

Ich, der Roboter, helfe dir, dem Bibliothekar: Die Bibliothek des MPI Luxemburg als Wegbereiter

Der Inventur-Roboter Tory im Einsatz in der Bibliothek des Max-Planck-Instituts in Luxemburg. Bei einem Testlauf im Oktober 2016 arbeitete der Roboter mit einer Erfassungsgenauigkeit von mehr als 99 Prozent. Fotos: Max-Planck-Institut Luxemburg   Das Jahr 2012 war das Gründungsjahr des Max Planck Institute (MPI) Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law[1] und der angeschlossenen

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Wissenschaftliche Bibliothek

»K« für Kunstwerk: Kunst in der Staatsbibliothek zu Berlin

  Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz gehört zu den größten Bibliotheken der Welt.[1] Der Name änderte sich vielfach, von der Churfürstlichen zur Königlichen Bibliothek, von der Preußischen Staatsbibliothek zu einer geteilten Institution als Deutsche Staatsbibliothek und Westdeutsche Bibliothek oder Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Seit 1992 gibt es die Staatsbibliothek zu Berlin. Sie ist Teil

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Praxis

RSWK reloaded – Verbale Sacherschließung im Jahr 2018

  Interesse an einem bestimmten Thema und der Wunsch nach Literatur, die sich damit beschäftigt, ist vermutlich einer der häufigsten Gründe, warum Menschen sich an Bibliotheken wenden. Umso eigenartiger ist es, dass die bibliothekarische Sacherschließung (oder Inhaltserschließung, wie sie heute oft heißt) so wenig Lobby hat und vielfach nur als Kostenfaktor wahrgenommen wird. Eine gute

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Öffentliche Bibliothek

Geflüchtete als KollegInnen – Zukunftschance Ausbildung in der Stadtbibliothek Bremen

  Öffentliche Bibliotheken bieten erfolgreich schon seit vielen Jahren interkulturelle Angebote für ihre KundInnen aus verschiedensten Kulturen an. Aktuell wächst das Verständnis dafür, dass neben diesen Angeboten auch die Vielfalt in den eigenen Teams ein großes Potenzial mit sich bringt. Doch Menschen mit Migrationshintergrund für einen Ausbildungsberuf zu gewinnen, der selbst den wenigsten Deutschen bekannt

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