Tripitaka

Nachrichten

41 Pakete, 400 Bände, 12 Regalmeter: Bayerische Staatsbibliothek erhält mongolisches Tripitaka

  Außergewöhnlich sind Inhalt und Umfang der jüngsten Schenkung an die Bayerische Staatsbibliothek: ein Tripitaka aus der Inneren Mongolei, ein 400 Bände starker buddhistischer Kanon in mongolischer Sprache. Wie die Bayerische Staatsbibliothek jetzt mitteilt, besitzt sie damit das bislang einzige Exemplar der Neuausgabe des mongolischen Tripitaka in Deutschland. Spender sei der »ehrwürdige Meister« Chin Kung

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Mehr Mut wagen

Sie sind gut ausgebildet, hochmotiviert, ehrgeizig und haben noch vor nicht allzu langer Zeit ihr Studium oder ihre Berufsausbildung abgeschlossen? Dann zählen sie vermutlich zu den sogenannten Young Professionals. Ihnen ist das Schwerpunkt-Thema der aktuellen BuB-Ausgabe gewidmet. Arbeitgeber schätzen Sie, weil Sie flexibel sind, was die Arbeitszeit und auch den Arbeitsort angeht. Sie bringen neue Ideen, neue Impulse in die Belegschaft.

Die reale Arbeitspraxis sieht leider häufig anders aus. Unbezahlte Überstunden, wenig Wertschätzung und ein geringes Gehalt sind in vielen Branchen Realität für junge Arbeitskräfte.Der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist schwierig. Ab Seite 104 stellen wir Ihnen zwei Young Professionals vor, die es geschafft haben: Rebecca Luksch und Anna Klug sind beide direkt nach dem Studium in verantwortungsvolle Fach- und Führungspositionen gekommen. Neue Aufgaben, ein neues Umfeld, von der Theorie in die Praxis, viel Verantwortung – der Sprung ins kalte Wasser. »Mehr Mut wagen«, das ist es, was die beiden jungen Arbeitnehmern raten.

Und die Arbeitgeber? Immer wieder können wichtige Fach- und Führungspositionen nicht adäquat besetzt werden. Gut ausgebildete Young Professionals werden händeringend gesucht. Der demografische Wandel wird die Situation noch erschweren. Die Austrittswelle der vielen in den 1970er-Jahren angestellten Bibliothekare kündigt sich bereits an. Um die besten Talente für eine Karriere in der Bibliothek zu begeistern, genügt es nicht mehr, die immer gleiche Stellenanzeige zu schalten, in der beschrieben wird, was die Bibliothek alles von ihrem zukünftigen Arbeitnehmer erwartet. Im Gegenteil: Unternehmen und auch nicht-kommerzielle Institutionen müssen sich zunehmend als attraktive Arbeitgeber präsentieren, sich ein positives Image aufbauen, sie müssen »Employer Branding« betreiben. Das Konzept erläutern wir ab Seite 98. Auch für die Arbeitgeber gilt es also, mehr Mut zu wagen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem persönlichen Karriereweg. Vielleicht bringt Ihnen diese BuB-Ausgabe hierzu einige Anregungen. In jedem Fall wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Steffen Heizereder, BuB-Redakteur

BuB Heft 02-03/2017

SCHWERPUNKT Young Professionals

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • April 2017: Europa der Bibliotheken
  • Mai 2017: Bibliothekartag Frankfurt/Main
  • Juni 2017: Kunst und Bibliotheken

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Nachrichten

HRK und dbv begrüßen Entwurf zur Reform des Urheberrechts

Der aktuell diskutierte Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Reform des Urheberrechts wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) nachdrücklich begrüßt. Das teilten die beiden Organisationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen seien die richtige Antwort auf die Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des lebenslangen

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Medien für die Begleitung von Menschen mit Demenz

Rendsburg. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein hat Angebote für die Betreuung und den Umgang mit Demenzkranken eingeführt. 74 Büchereistandorte sind an dem durch das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa geförderten Projekt beteiligt. In einer Gesellschaft, in der Menschen ein immer höheres Lebensalter erreichen, steigt auch die Zahl der an Altersdemenz Erkrankten. 1,6 Millionen Menschen in Deutschland

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DINI empfiehlt koordiniertes Förderprogramm von Bund und Ländern zum Forschungsdatenmanagement

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) begrüßt die Empfehlungen des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII) zum Forschungsdatenmanagement in Deutschland. Sie empfiehlt ein koordiniertes Förderprogramm von Bund und Ländern. Die Digitalisierung in Forschung und Lehre führt zu einem rasanten Wachstum an digitalen Forschungsdaten. Das Management dieser Daten ist eine große Herausforderung für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland, heißt

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DFG, Staatsbibliothek zu Berlin, FID Recht

DFG fördert Ausbau des Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung

  Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt die Förderung für den 2014 an der Staatsbibliothek zu Berlin eingerichteten Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung (FID Recht) fort. Mit verbesserten Serviceangeboten und neu entwickelten Dienstleistungen – darunter ein überregional zugänglicher Lizenzraum für hochspezialisierte elektronische Zeitschriften und Datenbanken für einen definierten Teilnehmerkreis – wird bis zum Ende des Jahres 

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Lesesaal

Employer Relations

Arbeitgeber, bewerbt euch! Wie der Fachkräftemangel einen Paradigmenwechsel erzwingt

  In der traditionellen Logik bieten Organisationen Stellen an, auf die sich Arbeitnehmer bewerben. Der Fachkräftemangel verändert die Situation. Die Suchenden werden zu Gesuchten, Arbeitgeber müssen um die Gunst von Fachkräften buhlen. Wie so oft bestimmt die Knappheit der Güter die Preisentwicklung auf dem Markt. Strategien müssen deshalb neu konzipiert, Rollenverständnisse in Frage gestellt und

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Praxis

Makerspace

Der Makerspace: Ort für Kreativität und Wissenstransfer

  Durch die digitale Transformation befindet sich unsere Gesellschaft im Umbruch. Dies gilt auch für die Rolle der Öffentlichen Bibliotheken. Der Umgang mit neuen Technologien ist einer der Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe. Der gleichberechtigte Zugang zu Wissen hat sich längst weit über das geschriebene Wort hinaus entwickelt. Digitale Chancengerechtigkeit ist für unsere Gesellschaft zu

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Wissenschaftliche Bibliothek

Provenienzforschung und Restitution

  Die Historikerin Lucy S. Dawidowicz kam als Angestellte des American Jewish Joint Distribution Committe 1947 nach Offenbach in das sogenannte »Offenbacher Depot«. Kistenweise stapelte sich dort jüdisches Schriftgut, durch die Nationalsozialisten zusammengeraubt aus ganz Europa. Dawidowicz nahm die dort eingelagerten Bücher als »verwaiste und heimatlos stumme Überlebende ihrer ermordeten Besitzer« wahr.[1] Auch in der

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Schulbibliotheken / Spezialbibliotheken

Fahrbibliotheken gestern und heute: »Wir kommen Ihnen entgegen«

  Mobile Bibliotheken begegnen uns heute überall auf der Welt in vielen Varianten. Eine der ersten mobilen Bibliotheken soll Berichten nach im Heer von Napoleon entstanden sein: »Er hatte auf seinen Feldzügen eine kleine Reisebibliothek in der Kutsche, der Wechsel vom gelehrten Barock zur kritischen Aufklärung hatte bereits die gewichtigen Foliobände durch elegante und leichte

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