Nachrichten

Comic-Themenraum in Amerika-Gedenkbibliothek eröffnet

Berlin. Wo beginnt eigentlich die Geschichte von Comics? Mit den Papyri der Alten Ägypter und sogar schon mit den Höhlenmalereien? Comics bilden Wendepunkte ab, können eigene, verzweigte Universen darstellen und auch aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen folgen. Und sie können ganz einfach Spaß machen. Richtungsweisende Arbeiten und entsprechende Sekundärliteratur zeigt die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) seit

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Solidarität gefragt!

Bibliotheken sind für alle da, das ist eine Selbstverständlichkeit. Eigentlich – denn was in Sonntagsreden immer wieder gerne hervorgehoben wird, kann in der täglichen Praxis ganz anders aussehen, und zwar vor allem dann, wenn die Zielgruppenarbeit nicht dem Mainstream entspricht. Diese bittere Erfahrung hat das Bibliotheks-Team im thüringischen Greiz gemacht. Seit 2012 engagiert sich dort die Stadt- und Kreisbibliothek mit Lesungen, Kulturprojekten und Medienlieferungen in der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben. Das sorgt in der Kleinstadt für mächtig Zündstoff.

»Knast und Kultur passen nicht zusammen« oder »Wegsperren!«, so die Kommentare aus dem Umfeld. »Das hätten wir nicht von Ihnen gedacht«, wurde gar der Bibliotheksleiterin vorgeworfen. Bei den Diffamierungen ganz vorne mit dabei ist die AfD, die ja auch sonst gegen gesellschaftliche Minderheiten gerne austeilt. Die Rechtspopulisten verunglimpfen den sozialen Einsatz der Bibliothek als »Bemuttern von Häftlingen« und sprechen von fragwürdiger Verwendung von Finanzmitteln. Keine leichte Situation für die Greizer Bibliotheksleiterin Corina Gutmann, die sie dennoch souverän und mit großem Engagement meistert. Ganz wichtig dabei: die Solidarität des Berufsstandes. Worauf es sonst noch ankommt, erklärt die Bibliothekarin ab Seite 334 im BuB-Schwerpunkt zum Thema »Konflikte in Bibliotheken«.

Politische Auseinandersetzungen wie in Greiz sind für viele Bibliotheken die Ausnahme – Konflikte jedoch gibt es überall. Meistens geht es um alltägliche Probleme: Streit um Gebühren und Regeln, Auseinandersetzungen mit Jugendlichen, mit psychisch auffälligen oder suchtkranken Menschen. Dies reicht bis zu Handgreiflichkeiten gegenüber den Mitarbeitern und anderen Nutzern, bis zu rassistischen oder sexuellen Belästigungen oder Eigentumsverletzungen. Betroffen sind sowohl Öffentliche als auch wissenschaftliche Bibliotheken. Wie Beschäftige in diesen Fällen am besten reagieren, zeigen erfahrene Konfliktmanager und Psychologen ab Seite 322. Das gemeinsame Fazit: Auch hier ist Solidarität unter den Beschäftigten die elementare Grundlage, denn Konflikt- und Gefahrensituationen lassen sich am besten im Team lösen.

Bernd Schleh, BuB-Redakteur

BuB Heft 06/2016

SCHWERPUNKT Konflikte in Bibliotheken

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Juli 2016: Digitalisierung
  • August/September 2016: Bibliotheksbau
  • Oktober 2016: Frankfurter Buchmesse

Nachrichten

Regeln für die Konfliktbewältigung sollten in jeder Bibliothek im Team erarbeitet werden, sagt BuB-Autorin Maria Klupp. Foto: Foto: max_776 / Fotolia

Vom Umgang mit schwierigen Nutzern in Konfliktsituationen

  Das Wichtigste gleich vorneweg: Ich ziehe den Hut vor Menschen, die heute in Bibliotheken arbeiten. Warum? Weil ich in den letzten Jahren als Stressmanagement- und Kommunikationstrainerin in zahlreichen Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erfahrung gemacht habe, dass es heute im Bibliotheksalltag praktisch nichts gibt, was es nicht gibt. Der Phantasie sind keine Grenzen

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Deutsch-Russischer Bibliotheksdialog am 23. Mai in Dresden

Seit dem Jahr 2009 finden regelmäßig Treffen des Deutsch-Russischen Bibliotheksdialogs statt, um über die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, die Verlagerungen von Buchbeständen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sprechen. Nach Treffen in Moskau, Berlin, Perm, Leipzig und Saratow findet der sechste Bibliotheksdialog am kommenden Montag, 23. Mai 2016, ganztägig in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats-

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Librarian in Residence 2016: Bibliotheksangebote für Flüchtlinge

Die wachsende Zahl an Zuwanderern, Asylantragstellern und Flüchtlingen in Deutschland stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Bibliotheken im öffentlichen wie im wissenschaftlichen Bereich haben sich auf die neue Situation eingestellt, auf diese neue Bevölkerungsgruppe reagiert und Angebote für alle Altersstufen dieser Zielgruppen entwickelt. Unter den Stichworten »Willkommenskultur« und »Integration« betreten viele Bibliotheken dabei häufig Neuland.

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Positionspapier zum bibliothekarischen Umgang mit umstrittenen Werken

Hannover. Der Landesverband Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband (lvn) hat im März 2016 eine Positionsbestimmung zum bibliothekarischen Umgang mit umstrittenen Werken initiiert. Die Mitgliedsverbände von Bibliothek und Information Deutschland (BID) schlossen sich der Initiative an. Im April 2016 haben die Vorstände des lvn und von BID das folgende Positionspapier verabschiedet: Der Landesverband Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband

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Branchen-News

bibliotheca und service power austria: gemeinsame Partner auf dem Bibliothekskongress in Bregenz

Pr. – bibliotheca und service power austria präsentieren sich auf dem diesjährigen Internationalen Bibliothekskongress des BVÖ »Bibliotheken grenzenlos« erstmals als gemeinsame Partner für Österreich. Vom 31. Mai bis 1. Juni 2016 gibt es am Stand 7 im Kongresshaus Bregenz eine gute Gelegenheit, bibliothecas neue Highlights des erweiterten Produktportfolios kennenzulernen. Im Zuge der Fusion mit 3M hat bibliotheca sein

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Lesesaal

Bestandsaufbau

Konvergenz und Kontingenz – Vom Bestandsaufbau zum Management von Informationen

  Die in BuB 05/2016 geführte Diskussion um den Bestandsaufbau in Bibliotheken wirkt  vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Verlags- und Informationsmarkt und nicht zuletzt in den Bibliotheken selbst fast schon anachronistisch. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist traditioneller Bestandsaufbau für die Zukunft  längst irrelevant und für die reale Nutzung und das

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Schulbibliotheken / Spezialbibliotheken

Musikbibliotheken

Musikbibliotheken im Zeitalter des digitalen Wandels

  Die Veränderungsprozesse in der digitalen Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf Bibliotheken bleiben auch für Musikbibliotheken nicht ohne Folgen, mehr noch, sie stellen sich hier wie unter einem Brennglas gebündelt dar. Attraktive Neubauten und Neueinrichtungen der letzten Jahre wie in Stuttgart, Essen, Nürnberg, Wiesbaden oder aktuell in Detmold können nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Sparte

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Das Interview

Compliance-Regeln

Transparenz und Compliance-Regeln gefordert

  Bibliothekarische Fachtagungen wie der Bibliothekartag oder der Bibliothekskongress sind Erfolgsmodelle. Jährlich kommen zwischen 3 000 und 4 000 fortbildungswillige Kolleginnen und Kollegen zu den Mega-Veranstaltungen – und dennoch läuft nicht alles rund. Ein Problem, das sich zusehends verschärft, ist die Rolle der kommerziellen Dienstleister im bibliothekarischen Fachprogramm. Dürfen sie dort auftreten? Wenn ja, alleine oder nur in

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