Nachrichten

DINI legt Thesen zur Digitalisierung von Forschung und Lehre vor

Mit ihren »Thesen zur Informations- und Kommunikationsinfrastruktur der Zukunft« legt die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) ein neues Positionspapier zur Digitalisierung in Forschung und Lehre vor. Wie die DINI mitteilt, stellt die rasant fortschreitende Digitalisierung in Forschung und Lehre Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vor vielfältige Herausforderungen. Beispielsweise würden  Forschende, Lehrende und Studierende innovative, möglichst zeit-

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Bibliothek trifft App

Können Sie sich noch erinnern? Es gab mal eine Zeit ohne Smartphones! Das ist gar nicht mal so lange her. Erst 2007 hat Steve Jobs, der mittlerweile verstorbene Apple-Chef, das iPhone der Weltöffentlichkeit präsentiert, das erste Smartphone, so wie wir sie heute kennen. Mittlerweile sind 2,7 Milliarden Geräte weltweit im Umlauf. Konventionelle Mobiltelefone, aber auch Digitalkameras, MP3-Player und Navigationssysteme sind binnen zehn Jahren fast vollständig vom Markt verschwunden. Eine rasante Entwicklung.

Aber müssen auch Bibliotheken auf diese technischen Entwicklungen reagieren, sie verstehen, nutzen und einsetzen lernen? Ich denke ja. Nicht, weil Bibliotheken jedem Techniktrend blind und strategielos nachhetzen müssten, nein, vielmehr weil Smart­phones und Apps mittlerweile aus dem Alltagsleben vieler, vor allem junger Menschen, gar nicht mehr wegzudenken sind. Genauso selbstverständlich wie die Generationen zuvor Atlanten, Lexika oder das stationäre Internet genutzt haben, nutzen immer mehr Kinder, Jugendliche und natürlich auch Erwachsene heute das Smartphone, das mobile Internet und die entsprechenden Applikationen zur Informationsgewinnung oder schlicht zur Unterhaltung. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit sollten auch Bibliotheken Smartphones, Tablet-PCs und Apps einsetzen können.

Vorreiter sind in dieser Hinsicht die großen Wissenschaftlichen Bibliotheken, die mit der entsprechenden personellen und finanziellen Ausstattung bemerkenswerte eigene Apps entwickelt haben. Im aktuellen Schwerpunkt ab Seite 244 zum Thema Bibliotheks-Apps stellen wir einige Projekte, bspw. aus der Bayerischen Staatsbibliothek, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und dem Deutschen Museum, vor. Kleinere Bibliotheken haben es naturgemäß ungleich schwerer, technischen Entwicklungen mit der gleichen Geschwindigkeit zu folgen. Müssen sie sicher auch nicht. Doch auch hier gibt es Projekte, weniger kostspielig und einfacher umzusetzen, die eventuell zur Nachahmung animieren. Die Stadtbibliothek Wuppertal etwa setzt Apps für die Programmarbeit mit Kindern und Jugendlichen ein (Seite 268). Und Kolleginnen aus Salzwedel und Gardelegen teilen ihre Erfahrungen mit digitalen Klassenführungen und Medienrallyes (Seite 270).

Übrigens, ganz gleich ob Sie BuB in der App oder klassisch im Print-Format lesen: Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß bei der Lektüre.

Steffen Heizereder, BuB-Redakteur

Editorial aus BuB 05/2018

BuB Heft 05/2018

SCHWERPUNKT Bibliotheks-Apps

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Juni 2018: Bibliothekartag Berlin
  • Juli 2018: Arbeitsplatz Bibliothek
  • August/september 2018: Personalgewinnung

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Nachrichten

Achim Bonte, SLUB Dresden, Dresden, Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Achim Bonte wird neuer Generaldirektor der SLUB

  Sachsens Staatsregierung hat in ihrer Sitzung vom 15. Mai zugestimmt, dass Achim Bonte künftiger Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) wird. Er folgt damit auf Thomas Bürger, der die Bibliothek seit 2003 leitet. Bonte kam im Jahr 2006 aus Heidelberg, wo er als stellvertretender Direktor der Universitätsbibliothek tätig war, nach

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ZB MED, Dietrich Rebholz-Schuhmann, Gabriele Herrmann-Krotz

Doppelspitze von ZB MED komplett

  Seit dem 1. Mai 2018 ist Dietrich Rebholz-Schuhmann Wissenschaftlicher Leiter von ZB MED– Informationszentrum Lebenswissenschaften. Zugleich hat er seine Tätigkeit als Professor für Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln aufgenommen. Wie die Fachbibliothek für Medizin mitteilt, werde mit dieser gemeinsamen Berufung die Kooperation mit der Universität Köln sichtbar.

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Team Award Information Professionals: Studentische Teamleistungen ausgezeichnet

Berlin. Der Team Award Information Professionals (TIP) zeichnet drei studentische Teamleistungen aus, die einen innovativen Beitrag zur konkreten Lösung von Fragenstellungen der digitalen Transformation und Gestaltung der digitalen Gesellschaft in der Berufspraxis von Bibliotheken und Informationseinrichtungen liefern. 2018 geht der TIP-Award an folgende Projekte: Open Educational Resources an der Hochschule Hannover: Im Auftrag des e-Learning

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Jetzt schon lesen: BuB-Maiausgabe in der App!

Reutlingen. Die BuB-Maiausgabe 2018 ist online – wenige Klicks genügen und die BuB-App mit ihren zahlreichen Zusatzfunktionen steht umgehend zur Verfügung. Heftschwerpunkt ist diesmal das Thema »Bibliotheks-Apps«. Apps bestimmen die digitale Welt wesentlich mit. Nicht zuletzt deshalb sollten sich Bibliotheken mit dem Phänomen beschäftigen. Die Erstellung eigener Apps ist jedoch aufwendig und in der Regel

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Lesesaal

Ich, der Roboter, helfe dir, dem Bibliothekar: Die Bibliothek des MPI Luxemburg als Wegbereiter

Der Inventur-Roboter Tory im Einsatz in der Bibliothek des Max-Planck-Instituts in Luxemburg. Bei einem Testlauf im Oktober 2016 arbeitete der Roboter mit einer Erfassungsgenauigkeit von mehr als 99 Prozent. Fotos: Max-Planck-Institut Luxemburg   Das Jahr 2012 war das Gründungsjahr des Max Planck Institute (MPI) Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law[1] und der angeschlossenen

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Wissenschaftliche Bibliothek

»K« für Kunstwerk: Kunst in der Staatsbibliothek zu Berlin

  Die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz gehört zu den größten Bibliotheken der Welt.[1] Der Name änderte sich vielfach, von der Churfürstlichen zur Königlichen Bibliothek, von der Preußischen Staatsbibliothek zu einer geteilten Institution als Deutsche Staatsbibliothek und Westdeutsche Bibliothek oder Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Seit 1992 gibt es die Staatsbibliothek zu Berlin. Sie ist Teil

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Praxis

RSWK reloaded – Verbale Sacherschließung im Jahr 2018

  Interesse an einem bestimmten Thema und der Wunsch nach Literatur, die sich damit beschäftigt, ist vermutlich einer der häufigsten Gründe, warum Menschen sich an Bibliotheken wenden. Umso eigenartiger ist es, dass die bibliothekarische Sacherschließung (oder Inhaltserschließung, wie sie heute oft heißt) so wenig Lobby hat und vielfach nur als Kostenfaktor wahrgenommen wird. Eine gute

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Öffentliche Bibliothek

Geflüchtete als KollegInnen – Zukunftschance Ausbildung in der Stadtbibliothek Bremen

  Öffentliche Bibliotheken bieten erfolgreich schon seit vielen Jahren interkulturelle Angebote für ihre KundInnen aus verschiedensten Kulturen an. Aktuell wächst das Verständnis dafür, dass neben diesen Angeboten auch die Vielfalt in den eigenen Teams ein großes Potenzial mit sich bringt. Doch Menschen mit Migrationshintergrund für einen Ausbildungsberuf zu gewinnen, der selbst den wenigsten Deutschen bekannt

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