Bundestagswahl 2017

Nachrichten

Jetzt informieren – dann wählen!

Berlin. Es sind nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl – und Sie sind immer noch unentschlossen, wem Sie Ihre Stimme geben sollen? Dann helfen Ihnen vielleicht die Stellungnahmen der etablierten Parteien zu wichtigen bibliothekspolitischen Fragen. Gleich zwei bibliothekarische Verbände haben Wahlprüfsteine veröffentlicht. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) begrüßte nach der Auswertung seiner Anfragen, dass alle

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Guten Morgen Naony

Wenn wir morgens zur Arbeit gehen, gehen wir manchmal ohne Motivation dahin, das ist »Arbeit 0.0«. Im Büro machen wir als erstes unseren Wasserkocher und dann den Rechner an, das ist »Arbeit 1.0«. Das System fährt hoch, wir klicken Icons an und sind online – wir checken Mails, das ist noch immer Arbeit 1.0. Dann prüfen wir die Aktualität der Homepage, kommentieren etwas in Facebook, korrigieren etwas in Wikipedia, sind im »Web 2.0« und das ist »Arbeit 2.0«. Danach klären wir ein paar Fakten, die über die Bibliothek im Netz umherschwirren. Ein Bibliotheksnutzer hat etwas zum neuen Bibliotheksangebot »Internet der Dinge« kritisiert. Das diskutieren wir zwecks Faktencheck im Team mit mindestens drei Personen.

Wir schaffen Klarheit, kommentieren online die Kritik, legen nebenbei etwas in der Cloud ab und nennen das »Arbeit 3.0«. Anschließend prüfen wir die Selbstverbucher, fahren die Verbundkataloge und 3D-Drucker hoch und dann kommt dieser eine, immer noch besondere Moment: Wir öffnen nicht nur die virtuellen Fenster, sondern auch die Außentüren für unsere Bibliotheksbesucher. Diese können hinein in die Bibliothek, in den »Dritten Ort«, in den »Makerspace«, ins »Lesecafé«. Wir sagen zu allen »Guten Morgen«, auch zu Naony, dem Roboter, und das ist dann »Arbeit 4.0«. Wir sind angekommen, Schritt für Schritt. Doch was bedeutet dieses »4.0« für mich, für meine Bibliothek, aber auch für meine persönliche Weiterentwicklung und mein berufliches Umfeld?

Arbeit 4.0 bedeutet, sich zu bewegen zwischen Flexibilität und Sicherheit, zwischen Beruf und Familie, zwischen Arbeitsplatz und Pendelverkehr, zwischen Zukunftsängsten und Zukunftsperspektiven, zwischen digitalen und physischen Medien, zwischen geteilter Arbeit in Projektschritten und Verantwortung für das große Ganze. Noch sind zum Beispiel »Home Office« und »Mobiler Auskunftsplatz« in den wenigsten Bibliotheken Realität, doch diese sind möglich und ermöglichen neue Arbeitsformen und -prozesse.

Noch haben viele von uns feste Büroarbeitsplätze und beharren auf ihre fest installierten Auskunftsplätze, doch zunehmend wird hier mehr Flexibilität gefordert. Dieser Ansatz stößt keinesfalls immer auf Zustimmung und wird viel diskutiert, von uns, aber auch von Berufsverbänden, Gewerkschaften, der Politik und den Personalvertretungen. Diskutieren Sie mit und informieren Sie sich vorab in der aktuellen Ausgabe von BuB, was »Arbeit 4.0« für Ihre persönliche Arbeitswelt bedeuten kann.

Dr. Dirk Wissen, BuB-Herausgeber

BuB Heft 08-09/2017

SCHWERPUNKT Arbeit 4.0

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Oktober 2017: Buchmesse: Gastland Frankreich
  • November 2017: Computerspiele
  • Dezember 2017: Interkulturelle Bibliotheksarbeit

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Nachrichten

FaMI, Bayerische Staatsbiblithek, Ausbildung

Neues Kompendium für FaMI-Ausbilder in Bayern

München. Wenn im Sommer 2017 wieder 25 FaMI-Absolventen ihre Fachangestelltenbriefe in der Bayerischen Staatsbibliothek erhalten, beendet nunmehr der neunte Jahrgang erfolgreich seine Ausbildung in Bayern. Nach wie vor werden nach eingehender Prüfung der Voraussetzungen und intensiver Beratung immer neue Bibliotheken und Büchereien als Ausbildungsbetriebe anerkannt. Dabei versucht die zuständige Stelle an der Bayerischen Staatsbibliothek München,

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Gerald Leitner, IFLA, Den Haag

IFLA Global Vision: Jetzt wählen!

Den Haag (Niederlande). Jede Stimme zählt – nicht nur bei der Bundestagswahl. Auch der Weltverband der BibliothekarInnen und Bibliotheksverbände IFLA ruft zur Stimmabgabe auf, und zwar weltweit. Noch bis Ende September können alle Bibliothekare, Informationsspezialisten und Mitarbeiter, die in Bibliotheken oder Informationseinrichtungen beschäftigt sind, die globale Zukunftsvision und -strategie der IFLA mitbestimmen. Es ist eine

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Leipzig, Sächsischer Bibliothekspreis,

Sächsischer Bibliothekspreis geht nach Leipzig

Leipzig. Der in diesem Jahr erstmalig mit 10.000 Euro dotierte Sächsische Bibliothekspreis 2017 geht an die Bibliothek der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT). Während es in den vergangenen Jahren jeweils ein Schwerpunktthema gab, sollte dieses Mal die vielseitige Arbeit der Bibliotheken selbst gewürdigt werden. Die sächsische Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria

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Tag der Bestandserhaltung, ZLB

Was tun im Notfall? Der 7. Tag der Bestandserhaltung

  Das Archiv- und  Bibliotheksgut ist aus verschiedensten Gründen (Wasser, Feuer, mechanische Schädigungen) in seinem physischen Bestand gefährdet. Die Notfallplanung stellt deshalb ein wichtiges Arbeitsfeld in Archiven und Bibliotheken dar. Sie umfasst sowohl die Prävention möglicher Krisensituationen als auch  die Vorbereitung angemessener Bergungsmaßnahmen nach  Eintritt einer Katastrophe. Wichtig sind gute  Planung und  Organisation, eingeübte Mitarbeiter

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Lesesaal

Die Deutsche Nationalbibliothek – gestern und heute

Frankfurt am Main. Der 106. Deutsche Bibliothekartag findet in diesem Jahr vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Frankfurt am Main statt. Das Motto der größten Fortbildungsveranstaltung für Bibliothekare und Informationsexperten in Europa, zu dem mehr als 3.000 Besucher erwartet werden, lautet »Medien – Menschen – Märkte.« Neben den zahlreichen Vorträgen, Workshops und Diskussionen

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Ausland

Bibliothekarischer Fachaustausch in Europa

Einmal über den Tellerrand und zurück – Bibliothekarischer Fachaustausch in Europa

  »Die Reise hat mich persönlich sehr bereichert und mir wertvolle Anregungen und gute Impulse für meine tägliche Arbeit gegeben«, lautet das Fazit einer deutschen Bibliothekarin, die an einer Studienreise in die Niederlande teilnahm. Trotz all der Informationen über unsere europäischen Nachbarbibliotheken und Best-Practice Sammlungen, von denen wir lernen und für die eigenen Bibliotheksentwicklungen nutzen,

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Praxis

Employer Relations

Arbeitgeber, bewerbt euch! Wie der Fachkräftemangel einen Paradigmenwechsel erzwingt

  In der traditionellen Logik bieten Organisationen Stellen an, auf die sich Arbeitnehmer bewerben. Der Fachkräftemangel verändert die Situation. Die Suchenden werden zu Gesuchten, Arbeitgeber müssen um die Gunst von Fachkräften buhlen. Wie so oft bestimmt die Knappheit der Güter die Preisentwicklung auf dem Markt. Strategien müssen deshalb neu konzipiert, Rollenverständnisse in Frage gestellt und

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Öffentliche Bibliothek

Makerspace

Der Makerspace: Ort für Kreativität und Wissenstransfer

  Durch die digitale Transformation befindet sich unsere Gesellschaft im Umbruch. Dies gilt auch für die Rolle der Öffentlichen Bibliotheken. Der Umgang mit neuen Technologien ist einer der Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe. Der gleichberechtigte Zugang zu Wissen hat sich längst weit über das geschriebene Wort hinaus entwickelt. Digitale Chancengerechtigkeit ist für unsere Gesellschaft zu

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