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Bibliothek des Ärztlichen Vereins Hamburg von Schließung bedroht

  Hamburg. In der Januarausgabe 2016 (Seite 52 ff.) berichtete BuB ausführlich über die Bibliothek des Ärztlichen Vereins in Hamburg. Der Vorstand der Ärztekammer Hamburg hat nun beschlossen, die Einrichtung zum 31. Dezember 2017 zu schließen. Die bisherigen Serviceleistungen Literaturrecherche und Literaturbestellung für Mitglieder der Ärztekammer sollen dann eingestellt werden. Neuanschaffungen von Fachliteratur wird es

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Unprogrammed Spaces

In der vergangenen BuB-Ausgabe sagte die Journalistin Kathrin Passig: »Es sollte gar keine zentrale Bibliothek mehr gebaut werden.« Doch werden Metropolbibliotheken nicht doch benötigt? Sie werden benötigt, nicht nur als Magnet oder Frequenzbringer, sondern federführend für die bibliothekarischen Organisationsabläufe. Durch ein gesamtstädtisches Bibliothekskonzept und Kooperationen, nicht nur mit den Stadtteilbibliotheken, sondern zahlreichen Bildungs- und Kultureinrichtungen, bilden sie ein Bildungs- und Kulturzentrum. Die Stadtteilbibliotheken sind dagegen die bürgernahen Pole. Die zentrale Bibliothek hat unter anderem die Funktion, Verwaltungseinrichtung zu sein, ein Fundament für die historischen Sammlungen zu bieten und den Auftrag, zukunftsorientierte Innovationen für das Gesamtsystem zu entwickeln.

Konzeptionell sollte hierbei auf die interkulturellen Strukturen und Milieus flexibel und mit altersgerechten Bildungs- und Kulturangeboten reagiert werden. Darüber hinaus sollte das Bibliothekskonzept auch Anforderungsprofile zum demografischen Wandel und Integrationsprogramme entsprechend der Flüchtlingsentwicklung beinhalten. Best-Practice-Beispiele bieten hier die Urban Mediaspaces, wie zum Beispiel in Stuttgart die Bibliothek 21 oder das Dokk1 im dänischen Aarhus beziehungsweise die Openbare in Amsterdam. Eines haben solche neu konzipierten Zentralen gemein: Sie erzeugen eine Aufwertung, nicht nur ihrer näheren Umgebung oder des Bezirks, sondern für die gesamte Stadt.

Die Qualität einer Bibliothek zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur bestimmte Interessengruppen oder bestimmte Stadtbezirke bedient, sondern in ihrer Angebotsvielfalt für alle Altersgruppen und Bildungsschichten etwas zu bieten hat, getreu dem Motto »Zuerst der Mensch, dann die Medien«. Doch dies erfordert ein gutes und fortwährend weiterqualifiziertes Personal, das für gesellschaftliche und technische Entwicklungen offen sowie lernwillig ist und für die Integration von Kreuzqualifikationen zugänglich, um diese in das Bibliotheksteam zu integrieren. All dies böte Zukunft für eine Metropolenbibliothek und deren Stadt. Darüber hinaus sollte eine solche Bibliothek Service bieten, welchen das Internet nicht bieten kann, wie zum Beispiel räumliche Atmosphäre, persönliche Kontakte, haptische Angebote bis hin zu »Unprogrammed Spaces«. Diese und viele weitere neue Aspekte und Trends bei der Architektur und Gestaltung von Bibliotheken zeigt der Schwerpunkt der aktuellen BuB-Ausgabe ab Seite 466.

Dirk Wissen, BuB-Herausgeber

BuB Heft 08-09/2016

SCHWERPUNKT Räume der Zukunft

Die weiteren BuB-Hefte haben folgende Themen-Schwerpunkte:

  • Oktober 2016: Frankfurter Buchmesse
  • November 2016: Mobile Bibliotheksangebote
  • Dezember 2016: NS-Raubgut

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Nachrichten

DBT2017_Final_Logo_Bildmarke

Call for Papers für den Bibliothekartag

Frankfurt am Main. Vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2017 findet in Frankfurt am Main der 106. Deutsche Bibliothekartag statt. Veranstalter sind der r Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek (BIB). Das Motto der größten und zentralen Fortbildungsveranstaltung für das deutsche und europäische Bibliothekswesen lautet 2017 »Medien – Menschen

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Kulturgut

Sonderbestand der UB Mainz wird auf geraubtes Kulturgut geprüft

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste unterstützt die dezentrale Suche nach verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut während der nationalsozailistischen Diktatur. Es versteht sich national und international als zentraler Ansprechpartner zu Fragen unrechtmäßiger Entziehungen von Kulturgut in Deutschland im 20. Jahrhundert. Kürzlich hat hat Zentrum 15 Projekte ausgewählt, die mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert werden sollen. Wie die Johannes

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Bibliotheksgesetz

Bibliotheksgesetz in Schleswig-Holstein verabschiedet

  Schleswig-Holstein hat ein eigenes Bibliotheksgesetz. Mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und Südschlesischem Wählerverbund (SSW) sowie Teilen der Piraten verabschiedete der Landtag am Freitag, 22. Juli 2016, den von Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) erarbeiten Gesetzentwurf. Nach Angaben des Landesparlaments sollen das Bibliothekswesen auf eine eigenständige Grundlage gestellt und die Bestände dauerhaft gesichert

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Franziskaner

Franziskaner in Würzburg verkleinern ihre Bibliothek

  Die bevorstehende große Baumaßnahme am Würzburger Franziskanerkloster macht eine grundlegende Neuausrichtung der ordenseigenen Bibliothek notwendig. Das teilte die Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg mit. In Zusammenarbeit mit der Diözesanbibliothek Würzburg wird demnach der Bestand deutlich reduziert. Die nicht mehr benötigten Bücher werden an einen Großantiquar übergeben, der auf die Verwertung ganzer Bibliotheken spezialisiert ist.

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Aus- und Fortbildung / Studium

Innovationspreis 2017: Call for Papers

Die Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) lädt Sie, in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift »B.I.T. online«, ein, Ihre Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten oder Ihre (Studien-)Projekte aus dem Bereich Bibliothek, Information und Dokumentation auf dem Bibliothekartag vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 in Frankfurt am Main persönlich vorzustellen. Von den eingereichten

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Lesesaal

Eemhuis, Amersfoort, Neutelings Riedijk architecten

Het Eemhuis: Ein Bibliothekskonzept für die nächste Generation

  Der Beitrag stellt am Beispiel des Het Eemhuis die Bibliothekslandschaft der Stadt Amersfoort und ihrer Umgebung vor. Hier lässt sich anschaulich zeigen, auf welche Art und Weise sich niederländische Bibliotheken von der traditionellen Funktion der Buchausleihe zu Einrichtungen gewandelt haben, die Zentren für informelle Bildung und persönliche Entwicklung sind, deren Aktivitäten den sozialen Aspekt

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Das Interview

Animation der ehemaligen Viadrina. 1962 abgebrochen, wurde das Kollegienhaus, in dessen erstem Obergeschoss die Bibliothek untergebracht war, 2006 virtuell im Rahmen des Viadrina-Projekts wieder aufgebaut. Screenshots: http://avia.kobv.de/viadrina/start.html

»Das Projekt mit den alten Viadrina-Drucken ist etwas Besonderes«

  Am 15. April 1506 wurde die Viadrina gegründet, die erste brandenburgische Landesuniversität in Frankfurt an der Oder. Sie bestand bis 1811, als sie im Zuge der Neuordnung des preußischen Universitätswesens geschlossen und von Frankfurt nach Breslau, dem heutigen Wrocław, in Polen verlegt wurde. Mit der Universität verließen 28 000 Bücher und Drucke Frankfurt. Fast 200

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Öffentliche Bibliothek

Regeln für die Konfliktbewältigung sollten in jeder Bibliothek im Team erarbeitet werden, sagt BuB-Autorin Maria Klupp. Foto: Foto: max_776 / Fotolia

Vom Umgang mit schwierigen Nutzern in Konfliktsituationen

  Das Wichtigste gleich vorneweg: Ich ziehe den Hut vor Menschen, die heute in Bibliotheken arbeiten. Warum? Weil ich in den letzten Jahren als Stressmanagement- und Kommunikationstrainerin in zahlreichen Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erfahrung gemacht habe, dass es heute im Bibliotheksalltag praktisch nichts gibt, was es nicht gibt. Der Phantasie sind keine Grenzen

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