VGH-Bibliothekspreis geht an Stadtbibliothek Wolfsburg

Hannover. Die Stadtbibliothek Wolfsburg wird mit dem Bibliothekspreis 2020 der VGH Stiftung ausgezeichnet. Der Preis gilt vor allem dem überzeugenden Konzept, das der Arbeit der Stadtbibliothek Wolfsburg zugrunde liegt.

Die Jury begründet ihre Wahl: »Wie sieht die Stadtbibliothek der Zukunft aus? Das Konzept, das die Stadtbibliothek Wolfsburg entwickelt hat, gibt Antwort und hat die Jury überzeugt: Als Ort des Lebens, Lesens und Lernens eröffnet die Stadtbibliothek Wolfsburg vielfältige Zugänge zur digitalen Welt auch jenseits der Öffnungszeiten, ohne auf das Buch zu verzichten. Vorlese- und Sprachbildungsprojekte spielen dabei ebenso eine Rolle wie Poetry- und Travel-Slams, digitale Kreativwerkstätten und Wissensinstallationen. Die Bibliothek wird auf diese Weise zum Knotenpunkt der Wolfsburger Bildungslandschaft.«

Die Stadtbibliothek Wolfsburg hat den VGH-Bibliothekspreis erhalten: Hier ist der Bücherbus vor der Hauptfassade der Bibliothek zu sehen. Foto: Stadtbibliothek Wolfsburg.

Seit 1962 ist die Stadtbibliothek Wolfsburg im architektonischen Baudenkmal Alvar-Aalto-Kulturhaus mitten in Wolfsburg beheimatet. Gemeinsam mit fünf Zweigstellen in Stadtteilen, vier Bibliotheken in Schulzentren und einer Fahrbibliothek spannt sie ein dichtes Bibliotheksnetz über die noch junge Stadt Wolfsburg mit 125.000 Einwohnern.

Die Stadtbibliothek Wolfsburg zeichnet sich durch eine vorbildliche Kooperation mit anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen der Stadt aus. Sie bildet zusammen mit der Volkshochschule Wolfsburg und dem Medienzentrum das »Bildungshaus Wolfsburg«.

Die Bibliothek hat aufgrund der zeitlichen Verzögerung des geplanten Baus des Bildungshauses ein innovatives Zukunftskonzept mit großer Bürgerbeteiligung und externen Beratern unabhängig vom Neubau entwickelt.

Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihres Profils erbringt die Stadtbibliothek Wolfsburg besonders innovative Leistungen in den Bereichen soziale Medien, digitale Angebote, Gaming und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch in der Sprach- und Leseförderung sowie bei Angeboten für Flüchtlinge.

Der Bibliothekspreis wird von der VGH Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband  vergeben,  jeweils im Herbst des Jahres. Die Preisträgerin wird auf Jury-Vorschlag benannt. Ausgezeichnet werden Spitzenleistungen in unterschiedlichen Bereichen der Bibliotheksarbeit. Der Bibliothekspreis der VGH Stiftung ist mit 5.000 Euro dotiert, mit ihm sollen Projekte der Bibliothek unterstützt werden.

red. / 13.7.2020

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