Tag der offenen Gesellschaft | Stadtbibliothek Hilden und Stadtbibliothek Grasbrunn mit an Bord! | #tdog19

Die Planungen zum 3. Tag der offenen Gesellschaft laufen auf Hochtouren, und zwei weitere Bibliotheken stellen im Folgenden ihre geplanten Aktionen vor: Hilden – die ‚Bibliothek des Jahres 2016‘ – fast im Herzen Nordrhein-Westfalens und Grasbrunn im Einzugsgebiet von München.

Grasbrunn ist eine kleine Gemeinde von circa 7.000 Einwohnern. Die dortige Bibliothek wird zusammen mit dem Kulturcafé – das während der Büchereiöffnungszeiten Lesecafé ist – Tische und Stühle raus und ins Atrium des Hauses stellen. Beide Partner/innen sind geübt in Veranstaltungsarbeit: feste Gruppen für Spieletreff und Schafkopfen sind gern gesehene Gäste, aber das Café ist auch Ort für Vorträge und Lesungen.

Kulturcafé Grasbrunn

Am 15. Juni  – dem #tdog19 – werden die Organisator/innen – allen voran die Leiterin der Stadtbibliothek, Sabine Dunker, folgende Medien einsetzen:

  • Gesprächsstoff original – für zündende Konversation in netter Gesellschaft (es gibt auch die Box Diskussionsstoff)
    Gesprächsstoff Original beinhaltet Karten mit lustigen, interessanten und unerwarteten Fragen und kann als  Eisbrecher für zündende Gespräche eingesetzt werden. Ein Spiel, das nicht nur für Parties taugt, sondern  Möglichkeiten eröffnet,  Fremde und ‚unbekannte‘ Nachbarn auf äußerst spannende und unterhaltsame Weise besser kennen zulernen!
  • Talk-Box z. B. Lebensgeschichten
    TalkBoxen vom Neukirchner Verlag gibt es zu unterschiedlichen Themengebieten – auch mit  ihnen können Gespräche erfolgreich initiiert werden.
  • Moral-O-Mat und Sinnfragen-Kombinator
    Der Moral-o-mat generiert im Handumdrehen 125.000 schlagkräftige Behauptungen, die Staunen hervorrufen oder Gegenrede provozieren: Satzbausteine sind frei zu kombinieren und mit Humor kommt man so mit dem Gegenüber unverbindlich ins  Gespräch.

Es wird spannend, zu sehen, wie diese wirklich niedrigschwelligen Formate – die alle über den Buchhandel unproblematisch zu beziehen sind – in der Praxis angenommen werden. Wir wünschen den Kolleg/innen in Bayern viel Erfolg!

Sabine Dunker, Leiterin der Stadtbibliothek Grasbrunn, ist engagiert beim #tdog19 mit dabei

Die Leiterin der Stadtbibliothek Hilden, Nadine Rheinhold, mit Andre Rodewald – auch sie probieren neue Diskussionsformate am 15. Juni 2019 aus.

Die Stadtbibliothek Hilden (mit circa 60.000 Einwohner/innen deutlich größer als Grasbrunn) wurde für die hohe Kund/innenorientierung, die Social-Media-Arbeit, das gute Qualitätsmanagement und auch die Interkulturelle Bibliotheksarbeit 2016 als Bibliothek des Jahres ausgezeichnet. Nur konsequent also, dass sie sich in Hilden auch anlässlich des Tags der offenen Gesellschaft auf die städtische Agenda setzt.
Andre Rodewald – Studierender an der TH Köln und gleichzeitig auch in der Stadtbücherei Hilden beschäftigt-  verantwortet  zusammen mit der Bibliotheksleitung die Aktionen am 15. Juni und hat uns Folgendes geantwortet:

Wie haben Sie vom „Tag der offenen Gesellschaft“ erfahren?

Andre Rodewald (Stadtbücherei Hilden):
Ich studiere im 2. Semester „Bibliothek und digitale Kommunikation“ an der TH Köln und in einer Vorlesung wurde darüber berichtet und wir haben drüber diskutiert, wie man bundesweit Bibliotheken für Aktionen an diesem Tag gewinnen könnte.
Ich fand die Idee so toll, dass ich mit Nadine Reinhold, der Bibliotheksleitung in Hilden, gesprochen habe. Schnell stand fest, dass wir eine Aktion planen und durchführen möchten.

Warum haben Sie entschieden, so spontan noch 2019 mitzumachen?

Andre Rodewald (Stadtbücherei Hilden):
Wir finden wichtig, dass Menschen zusammenkommen und miteinander sprechen. Wir als Bibliothek fördern täglich den Austausch und das Zusammenkommen der Menschen untereinander.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Bibliothek ist die Förderung der Stadtgesellschaft. Wir möchten diese Aktion nutzen, um anderes als sonst – draußen vor der Tür – anders – nämlich diskursiv und mit Themen aus Hilden  – mit unser Bürgerschaft und gerade auch mit Nicht-Nutzer/innen in Gespräch kommen.

Was genau planen Sie am 15. Juni?

Andre Rodewald (Stadtbücherei Hilden):
Da wenig Zeit zur Vorbereitung ist, hoffen wir auf die Spontanität der Hildener. Wir profitieren davon, dass unsere Bibliothek direkt am Marktplatz liegt und wir die Aktion zeitgleich zum Wochenmarkt durchführen werden. Deshalb erhoffen wir uns viele spontane Besucher/innen und spannende und angeregte Gespräche miteinander.
Unser Motto ist „Bibliothek: Für ein buntes Miteinander“. Wir wollen wie auch sonst in unserer täglichen Arbeit die Menschen zusammenbringen, aktiv ein ‚anderes’ Miteinander aktiv fördern.  Zudem freuen wir uns auf die Vorschläge meiner Kommiliton/innen aus der TH, die Formate entwickeln, von denen wir hoffentlich profitieren können.

Momentan überlegt man sich noch, was in Hilden genau stattfinden wird – hier greift man auch auf die Veranstaltungs- und Diskussionsformate zurück, die die Studierenden der TH Köln erarbeitet haben: Von der Living-Library über Speed-Dating finden sich hier 13 Formate zum Umsetzen. Unter dem Motto ‚Alles ist Beta!‘ wurden diese in den letzten drei Wochen unterstützt vom Team der Initiative Offene Gesellschaft erarbeitet.

13 Aktionsformate zum Download unter TDOG_Karten_20190524, erarbeitet von Studierenden der TH Köln

Tische raus! Machen Sie mit, Registrieren Sie Ihre Tische beim Tag der offenen Gesellschaft und probieren Sie diese oder andere Formate aus. Feedbacken Sie uns (miteinander-reden@bib-info.de), was hilfreich und hinderlich war und wo wir nacharbeiten müssen an den Handreichungen.

Und noch als Anregung: Mit welchen Aktionen sich die Buchhändler am Tag der offenen Gesellschaft beteiligen wollen und werden, ist in einem Interview im „Börsenblatt des deutschen Buchhandels“ nachzulesen.

Wir sind motiviert und gespannt!

Tom Becker, BIB Bundesvorstand | 27. Mai 2018

 

 

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