Springer Nature und UNESCO unterzeichnen Kooperationsvertrag

Springer Nature und die UNESCO haben ein Rahmenabkommen zur Veröffentlichung einer neuen Open-Access Buchreihe unterzeichnet. Wie der Wissenschaftsverlag mitteilt, umfasse die Kooperationsvereinbarung Kernbereiche der UNESCO wie Bildung, Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur sowie Kommunikation und Information.

Die Bücher der geplanten Buchreihe werden von Fachleuten der UNESCO zu aktuellen Forschungsergebnissen aus den Kompetenzbereichen der Organisation verfasst. Sie sollen in jeweils einer der beiden Marken von Springer Nature erscheinen: Palgrave Macmillan und Springer. Dadurch, dass die Bücher Open-Access erscheinen, könnten Leser auf der ganzen Welt kostenfrei auf die Bücher sowohl über die Plattform von Springer Nature (SpringerLink) als auch über das Open-Access-Repository der UNESCO (UNESDOC) zugreifen, teilte der Verlag weiter mit. Die Leser erhielten damit die Möglichkeit, die Bücher zu teilen und für ihre Arbeit zu nutzen, was zur Sichtbarkeit und Reichweite dieser Publikationen beitrage.

Das erste Buch, das im Rahmen dieser Vereinbarung veröffentlicht wird, trägt den Titel »The Future of the Buddha Bamiyan Statues: Heritage Reconstruction in Theory and Practice« und befasst sich mit der Zerstörung der Buddha-Statuen im Bamiyan-Tal in Afghanistan. In dem Buch wird es nach Verlagsangaben auch darum gehen, welche gemeinschaftlichen Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft aus der Zerstörung dieser Kulturstätte erwachsen sind, um die Überreste dieses einzigarten Kulturguts zur Sicherung des afghanischen Kulturerbes zu bewahren. Das Open-Access-Buch wurde von Mitarbeitenden des UNESCO-Büros in Kabul verfasst. Es soll einen Beitrag zur verfügbaren Literatur über die Ethik der Bewahrung von Kulturgütern nach Konflikten leisten. Künftigen Wissenschaftlern soll das Buch als eine Quelle historischer Aufzeichnungen über die mögliche Rekonstruktion der Buddha-Statuen von Bamiyan dienen.

UNESCO

Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Ziel ist es, durch internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und sowie Kommunikation und Information Frieden zu schaffen. Die Programme der UNESCO sollen zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen, die in der Agenda 2030 definiert sind und 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurden.

red / 28.4.2020

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