Miteinander reden – Wie können öffentliche Bibliotheken einen offenen Meinungsaustausch in der Gesellschaft fördern?

Penzberg. Der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) hat im vergangenen Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die demokratiepolitische Arbeit gelegt (eine Zusammenfassung von BIB-Vorstandsmitglied Tom Becker findet sich unter https://b-u-b.de/wofuer-gehst-du-auf-die-strasse-ein-persoenlicher-beitrag-zum-tdog19).

Die Landesfachstelle Bayern und der BIB organisieren in diesem Zusammenhang am 9. März in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau in Oberbayern) eine Fortbildung zu demokartiepolitischen Formaten im Öffentlichen Raum unter der Überschrift »Miteinander reden«.

Mit der von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Veranstaltung sollen vor allem Bibliotheksbeschäftigte aus Kommunen mit unter 15.000 Einwohnern und Einwohnerinnen und deren kommunale Kooperationspartner/-innen wie Buchhandlungen etc. sowie ehrenamtlich engagierte Bibliotheksbeschäftigte angesprochen werden.

Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenlos. Es wird die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen in einem Bistro angeboten. Die Veranstalter/-innen bitten die Teilnahme am Mittagessen bei der Anmeldung anzugeben. Tagungsort ist die Stadtbücherei Penzberg in der Rathauspassage, Karlstraße 23, in 82377 Penzberg.

An dem Fortbildungstag sollen die Teilnehmer/-innen lernen,

–      wie sie ihre Bibliothek als Ort für Diskussionen und Meinungsaustausch in der Kommune positionieren,

–      wie sie gemeinsam mit lokalen Partnern, zum Beispiel Buchhandlungen, Initiativen, Vereinen sowie Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Religionsgemeinschaften und bürgerschaftlichem Engagement, aktiv eine moderierende für Gespräche und Diskussionen im öffentlichen Raum einnehmen können,

–      wo dies bereits erfolgreich umgesetzt wird,

–      welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, Bürger miteinander ins Gespräch zu bringen (Talk-Box, Moral-o-mat, etc.),

–      wie sie Gesprächsrunden sicher moderieren,

–      wie sie Veranstaltungen zum Meinungsaustausch zu ganz unterschiedlichen Themen organisieren.

Auch die Kooperationspartner/-innen der jeweiligen Bibliotheken vor Ort können an der Veranstaltung teilnehmen. Der BIB entwickelt im Rahmen des Projekts »Miteinander reden«[1] Diskussionsformate, um Demokratie zu vermitteln und zu stärken.

Interessenten können sich anmelden unter: https://www.oebib.de/aus-und-fortbildung/kalender/article/2020/03/09/miteinander-reden/

An der Veranstaltung können maximal 18 Personen teilnehmen. Die Veranstalter/-innen behalten sich vor, bei einer Teilnahmezahl unter sechs Personen die Veranstaltung abzusagen.

 

»Miteinander reden« | (vorläufiges) Programm für Montag, den 9. März 2020

10:15          Ankunft und Auftakt mit interaktiver Vorstellung / Ziel: Abklärung von Erwartungen und Erfahrungen

10:30         Partizipative Diskussionsformate im Trend?

  • Deutschland spricht, Chemnitz diskutiert
  • Miteinander reden und Tag der offenen Gesellschaft
  • Ziel: erste Übersicht über bereits vorhandene Formate und Erfahrungen aus bundesweiten Initiativen und praktischen Beispielen

11:30         Workshop: Worldcafé oder Stationenlernen zu konkreten Aktionsformaten zur Woche der Meinungsfreiheit 2020 / evtl. Tipps zu Zeitmanagement und Netzwerkarbeit

12:45         Mittagspause

13:30         Land der Kulturen – Eine interaktive Ausstellung im öffentlichen Raum von Menschen mit Fluchterfahrung / Erfahrungsbericht von Nadja Maki, wir-werk, Aying

14:30         Workshop: Eigene Diskussionsformate initiieren und umsetzen; Formate und Spielregeln entwickeln / Ziel: konkrete Ideen im Miteinander erarbeiten, Partner/-innen bestimmen und Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren

15:45         Abschlussrunde

16:15         Ende der Veranstaltung

red / 17.1.2020

 

 

[1] Weitere Infos unter https://miteinanderreden.net

Schlagworte: ,

Kommentare geschlossen