UB Kassel mit Besucherrekord

Kassel. Die Universitätsbibliothek Kassel hat sich als zentraler Lernort der Region etabliert: Nie zuvor haben so viele Menschen die UB besucht wie 2013. An den sechs Standorten wurden insgesamt 916.199 Besuche gezählt. Besucherstärkste Monate waren der Februar, April und November mit jeweils über 90.000 Nutzerinnen und Nutzern. Selbst in den vorlesungsfreien Zeiten im März, August und September kamen monatlich mehr als 50.000 Besucher in die Bibliothek. Der Leitende Bibliotheksdirektor, Axel Halle, sieht die Beobachtungen der letzten Jahre bestätigt: „Die sukzessive Erweiterung unserer Öffnungszeiten war der richtige Schritt, die Bibliothek ist der zentrale Lernort für die Menschen in Universität und Region geworden.“

Aber nicht allein als physischer Ort wird die UB aufgesucht. Als moderne wissenschaftliche Bibliothek stellt sie für Forschung und Lehre wie auch für die Region wissenschaftliche Informationen, gedruckte und digitale Medien überwiegend kostenfrei zur Verfügung. Das im Mai 2013 als Pilotprojekt in Hessen eingeführte neue Katalogportal KARLA II erfährt dabei einen besonders hohen Zuspruch. 2013 wurde der neue Service 2.777.455 Mal aufgerufen. Die Recherche in KARLA II erfolgt weltweit und für Kasseler Universitätsangehörige uneingeschränkt, die auch auf alle lizenzpflichtigen Dokumente zugreifen können.

Über die Bereitstellung von Literatur und Informationen hinaus ist die UB außerdem dabei, sukzessive das historische Erbe der Region in Eigenleistung zu digitalisieren. Auf ihrem Schriftenserver ORKA (Open Repository Kassel – http://orka.bibliothek.uni-kassel.de) sind diese urheberrechtsfreien Dokumente aus dem Bestand der UB recherchierbar. ORKA verzeichnet unter anderem wertvolle Handschriften (wie zum Beispiel Hildebrandlied, Willehalm Codex), Autografen (Handschriften berühmter Persönlichkeiten wie der Brüder Grimm oder Louis Spohr), historische Fotos (zum Beispiel des alten Kassels vor den Kriegszerstörungen) und Karten. Sie stehen weltweit frei zugänglich zur Verfügung. Bereits 460.589 Recherchen wurden in diesem Verzeichnis historischer Dokumente gezählt.

Halle unterstreicht die Bedeutung dieser stetig steigenden Zahl von Zugriffen: „Mit ORKA unterstützt die Universitätsbibliothek Wissenschaft und Forschung wie auch die Region in ihrem Wunsch nach ungehindertem Zugang zu ihrem historischen und schützenswerten Bestand. Die große Zahl persönlicher und virtueller Besuche der UB Kassel zeigt, dass der von uns eingeschlagene Weg, attraktive Lernmöglichkeiten mit einem modernen digitalen Angebot zu verbinden, erfolgreich und zukunftsweisend ist. Auch in Zeiten von Google, Cloud und Social Media bleibt die analoge Bibliothek vor Ort ein unverzichtbarer Teil wissenschaftlichen Arbeitens“, so Halle.

Die Universitätsbibliothek Kassel ist im Netz unter www.ub.uni-kassel.de zu finden. (17.1.2014)

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