»Praxis und Profession – Erfolgreich arbeiten in Bibliotheken«: 5. Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg findet am 28. Februar in Berlin statt

Berlin. Bereits zum fünften Mal treffen sich Bibliotheksfachleute aus Berlin und Brandenburg zum regionalen fachlichen Austausch. Die diesjährige Fachkonferenz findet am Samstag, 28.Februar in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz im  Haus an der Potsdamer Straße 33 statt. Es werden neue Bibliotheksprojekte und aktuelle Entwicklungen des Berufsbildes vorgestellt.

»Berlin und Brandenburg verfügen über eine vielfältige Bibliothekslandschaft. Mit über 40 Millionen Medien-entleihungen in beiden Bundesländern jährlich sind Bibliotheken die meistgenutzten Kultureinrichtungen«, sagt Tim Renner, Staatsekretär für Kulturelle Angelegenheiten in Berlin. »Sie stehen aber auch vor großen Herausforderungen. Eine davon ist, Bibliotheken auf die digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts einzustellen. Renner ist Schirmherr des 5. Tages der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg. Er wird das Grußwort zur Veranstaltung sprechen. Als weiterer Gastredner konnte Dirk Knipphals, Literatur-Redakteur bei der »taz« gewonnen werden.

Themenschwerpunkte

Die Schwerpunkte des Tagungsprogramms bilden zwei Themenblöcke. »Best Practice« enthält Werkstattberichte und Posterpräsentationen rund um erfolgreiche Bibliotheksprojekte in Berlin und Brandenburg.

»Bester Beruf« bildet den Rahmen für Vorträge und Diskussionen zu beruflichen Fragen wie zum Beispiel »Gutes Geld für gute Arbeit« – welche Perspektiven bietet der Tarifvertrag für die Bibliotheksberufe, wie sich Berufseinsteiger vernetzen und qualifizieren können und welche Ausbildungen und Abschlüsse zu welchem Berufsbild in Bibliotheken führen.  Am Nachmittag wird die Zentral- und Landesbibliothek Berlin über Veränderungen in ihrem Bestandsmanagement berichten.

»Bibliotheken sichern den chancengerechten Zugang zu Bildung, das Recht auf Meinungsbildung, den freien Zugang zu Informationen, den Wissenstransfer in Forschung und Lehre und die kulturelle Teilhabe für Alle«, sagt Juliane Funke vom Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband (dbv). »Um diese Ziele auch in Zukunft erreichen zu können, bilden wir Bibliotheksmenschen uns ständig weiter und lernen voneinander.«

Bibliotheken leiden unter Sparmaßnahmen

Aber Bibliotheken sind auch bedroht. Im Bericht zur Lage der Bibliotheken 2014 berichten 25,7 Prozent von 755 befragten Bibliotheken, dass sie von Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung ihrer Träger unmittelbar betroffen sind. In Großstädten sind es sogar 68,8 Prozent.

»Es mangelt an Nachwuchskräften«, klagt Frank Redies, Vorstandsvorsitzender der Landesgruppe Berlin im Berufsverband Information Bibliothek (BIB). »Die Bibliotheken bilden zwar aus, können wegen des Personal-
abbaus in Berlin und Brandenburg aber kaum junge Kolleginnen und Kollegen einstellen. Aber gerade die Digital Natives, die mit den neuen Medien aufgewachsen sind und ganz selbstverständlich mit ihnen umgehen, fehlen uns zur Bewältigung des Digitalen Wandels in den Bibliotheken.«

Der Tag der Bibliotheken bietet ein Forum, Lösungswege und Entwicklungsperspektiven, Trends und Herausforderungen aufzuzeigen. Er wird organisiert von den bibliothekarischen Verbänden der Region:

–       Deutscher Bibliotheksverband (dbv), Landesverbände Berlin und Brandenburg

–       Berufsverband Information Bibliothek (BIB), Landesgruppen Berlin und Brandenburg

–       Verein Deutscher Bibliothekare Berlin und Brandenburg (VDB)

–       Berliner Arbeitskreis Information (BAK)

Weitere Informationen zum Tag der Bibliotheken auf der Internetseite des BIB:
http://www.bib-info.de/landesgruppen/berlin/tag-der-bibliotheken.html  (red / 13.2.2015)

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