»Nacht der Bibliotheken« 2017: Orte zum Treffen, Träumen, Lernen

Nacht der Bibliotheken

Mehr als 200 Bibliotheken beteiligen sich am 10.- März an der 7. Nacht der Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen. Foto: vbnw

Das ist das Wunderbare an Bibliotheken: Sie sind Orte zum Treffen, Träumen und Lernen, an denen alle Menschen willkommen sind. Gemeinsam mit ihren vielen Besuchern – mehr als 50.000 werden erwartet – feiern die Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen am Freitag, 10. März 2017, die siebte »Nacht der Bibliotheken«.

Wie der Verband der Bibliotheken des Landes NRW (vbnw) mitteilt, bekommen die Gäste Künstlerinnen und Künstler aller Art zu sehen. Es haben sich Kabarettisten, Manga-Zeichner, Musi­ker, Gamer, Poetry Slammer, Zauberkünstler, Krimiautoren und viele mehr angekündigt. Unter dem Motto »The place to be!« kann an etwa 200 Orten in Nordrhein-Westfalen bis tief in die Nacht gefeiert werden

Die Nacht der Bibliotheken im Geiste Europas

Europäische Werte wie Toleranz, Meinungsfreiheit und ein friedliches Mitein­ander der Kulturen würden in den NRW-Bibliotheken gelebt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft, heißt es in einer vbnw-Pressemitteilung. Davon sei auch das Europäische Parlament überzeugt, das – noch unter seinem damaligen Präsidenten Martin Schulz – die Schirmherrschaft über die »Nacht der Bibliotheken« 2017 übernommen hat. Martin Schulz würdigte Öffentliche Bibliotheken in diesem Zusammenhang als »wichtige Orte des sozialen Miteinanders und der Begegnung, an denen sich Menschen austauschen, vernetzen und besser kennenlernen können.«

Zuhause fühlen, gemeinsam Spaß haben

Wie zuhause können sich die Gäste in der Stadtbücherei Hilden fühlen, die zur Pyjama-Party lädt: mit Chillen im Wohnzimmer, Darts und Pokern im Herrensalon, einem MakeUp-Stylisten im Bad und Hausmusik. Mathias Reuter, der Kabarettist mit Klavier, und Sandra Da Vina, die als bisher einzige Frau die NRW-Landesmeisterschaften im Poetry Slam gewann, kommen in die Stadtbücherei Gladbeck. Amüsant wird’s in der Stadtbibliothek Emsdetten: Sebastian Lehmann, bekannt unter anderem durch seine Kolumnen in radioeins und swr3, stellt seine »100 liebsten Jugendkulturen« vor. In der Stadtbibliothek Herten spielt das Wodo-Puppenspiel das Stück »Neue Punkte für das Sams« nach dem Klassiker von Paul Maar.

Kurzweilig wird’s dort auch für die Erwachsenen: Martin Brambach, Christine Sommer und Matthes Fechner erzählen »Geschichten zwischen Hollywood und Gelsenkirchen«. Abtanzen ist in der Mediothek Krefeld zu Rumpelpolka der Band Provinztheater und Kölns best dressed Punk-Band Angelika Express angesagt. In der Stadtbibliothek Oberhausen lädt Dennis Gastmann zum Träumen ein. Er liest aus dem »Atlas der unentdeckten Länder« und lässt Piratennester und versinkende Inseln vor dem inneren Auge aufleben. Hochrangige Krimiautorinnen und -autoren lesen bei der »Nacht der Bibliotheken« an vielen Orten, so auch Horst Eckert, der in die Stadtbibliothek Bocholt sein neuestes Werk »Wolfsspinne« mitbringt.

Die Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen sind häufig auch architektonisch toll gestaltete Orte: so die neuen Bibliotheken Kamp-Lintfort und Witten, die noch fast neue Bibliothek im umgebauten Bert-Brecht-Haus in Oberhausen, die Stadtbibliothek Essen mit ihrem geschwungenen Glasdach, das futuristische Gebäude in Rheine, die Mediothek Krefeld und das Glashaus Herten.

Organisiert wird landesweite Veranstaltung alle zwei Jahre vom Verband der Bibliotheken des Landes NRW. Sie wird finanziell vom Kulturministerium NRW, dem vbnw und der ekz.bibliotheksservice GmbH gefördert.

Weitere Informationen und alle Veranstaltungen im Überblick sind zu finden unter www.nachtderbibliotheken.de

red / 24.2.2017

 

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