„Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“ – Kabarett aus Sicht eines Bibliothekars

Mit aller Macht versucht Herr Schohlöffel alias Thomas freitag seine Bibliothek vor der Schließung zu bewahren. Fotos: Pepijn Vlasman

Mit aller Macht versucht Herr Schohlöffel alias Thomas freitag seine Bibliothek vor der Schließung zu bewahren. Fotos: Pepijn Vlasman

Der Kabarettist Thomas Freitag ist zurück. Diesmal schlüpft das Urgestein des deutschen Kabaretts in die Rolle des Bibliothekars Herr Schüttlöffel. Seit 30 Jahren arbeitet dieser in einer Stadtbibliothek, die nun geschlossen werden soll: „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“ ist außer sich, er nimmt seine Bücher als Geiseln und verbarrikadiert sich. Schüttlöffels Wut richtet sich gegen Zeitgeist und politischen Irrsinn, gegen angebliche Alternativlosigkeit, gegen das Sparen an der Kultur, Schnäppchenjagen, Kapitalismus und Gleichmacherei. Zudem führt er vor, wie schwer es ist, mit bayrischen Landwirtsfingern ein iPhone zu bedienen.

Für Thomas Freitag biete sich jede Menge Gelegenheit, sein schauspielerisches Können auszureizen und dem Stück bei aller Ernsthaftigkeit einen hohen Unterhaltungswert zu geben, heißt es in einer Pressemitteilung der Management-Agentur des Künstlers.

Das Stück bekam bislang gute Kritiken. So bezeichnete es die Berliner Morgenpost als „Exzellente Satirekunst mit allerfeinstem Unterhaltungswert“. Die Westdeutsche Zeitung befand, dass „So böswitzig […] dem Kulturbetrieb schon lange nicht mehr der Spiegel vorgehalten worden [ist].“ Die  neue Osnabrücker Zeitung, zeigte sich fast euphorisch: „Freitag bot eine ganz außergewöhnliche Vielfalt von Ideen und Themen, dabei war nichts beliebig, alles passte zusammen, fügte sich zu einem Gesamtbild der herrschenden Umstände.“

Mit seinem Programm „Der kaltwütige Herr Schuhlöffel“ ist Thomas Freitag noch mindestens bis März kommenden Jahres unterwegs.

Die aktuellen Tourneedaten stehen im Internet unter: http://www.thomasfreitag.eu/index.php?article_id=7 (hei, red / 17.11.2014)

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