Erster deutscher Kultur-Hackathon

Berlin. Vom 26. April bis 6. Juli 2014 veranstaltet die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) gemeinsam mit ihren Partnern den ersten deutschen Kultur-Hackathon. Unter dem Titel “Coding da Vinci“ entwickeln Programmierer, Designer und Gamesliebhaber gemeinsam mit Kulturinstitutionen erstmals in Deutschland während eines Hackathons digitale Anwendungen auf der Basis von Kulturdaten.

Ausgangsmaterial für neue Apps, Dienste und Visualisierungen sind frei verfügbare Metadaten, Bilder, Audio- und Videodateien sowie 3D-Modelle, die von Galerien, Museen, Bibliotheken und Forschungsinstituten als offene Daten zur Verfügung gestellt werden. Offene Daten können frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden – teilweise muss die Quelle genannt und die ‘Weitergabe‘ unter gleichen Bedingungen erfolgen.

Die Deutsche Digitale Bibliothek stellt über ihr API die Metadaten ihrer über 100 teilnehmenden Institutionen zur Verfügung. Darunter befinden sich Nachweise für über 35.000 Digitalisate historischer Geschichtsschulbücher und Schulatlanten des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung, mehrere Millionen Findbucheinträge des Landesarchivs Baden-Württemberg oder über 500.000 Einträge des Zentralen Verzeichnis Digitalisierter Drucke (ZVDD).

Für den Hackathon kommen Veranstalter und Teilnehmer zwei Mal in Berlin zusammen, in der Zwischenzeit wird programmiert und online kooperiert: Am 26. und 27. April werden die Daten der Kulturinstitutionen vorgestellt und erste Ideen entwickelt, am 6. Juli die Resultate präsentiert und die besten Arbeiten in einer öffentlichen Preisverleihung prämiert.

Die Ergebnisse von „Coding da Vinci“ werden unter einer offenen Lizenz zur Nachnutzung veröffentlicht. Ziel des Kultur-Hackathons ist es, den Dialog zwischen Gedächtnisinstitutionen und Anwendungsentwicklern zu fördern und das Potenzial der reichen digitalen Bestände aus Kulturinstitutionen aufzuzeigen.

“Coding da Vinci“ wird veranstaltet von der Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) gemeinsam mit der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS), der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN) und Wikimedia Deutschland. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter: www.codingdavinci.de (11.4.2014)

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