»eMotion ‒ Bibliotheken bewegen!« ‒ Zehn Jahre »Nacht der Bibliotheken« in NRW

Stephan Schwering, Initiator der »Nacht der Bibliotheken«, Norbert Kamp, Leiter der Stadtbüchereien Düsseldorf, Kulturministerin Ute Schäfer, Andreas Bialas, Präsident des vbnw , Michael Breuer, Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und Harald Pilzer, Vorsitzender des vbnw (von links) bei der Vorstellung der Jubiläumsveranstaltung der »Nacht der Bibliotheken«. Foto: Susanne Larisch

Stephan Schwering, Initiator der »Nacht der Bibliotheken«, Norbert Kamp, Leiter der Stadtbüchereien Düsseldorf, Kulturministerin Ute Schäfer, Andreas Bialas, Präsident des vbnw , Michael Breuer, Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und Harald Pilzer, Vorsitzender des vbnw (von links) bei der Vorstellung der Jubiläumsveranstaltung der »Nacht der Bibliotheken«. Foto: Susanne Larisch

 

Tanz und Rap, Crossboccia-Turniere, Mitternachtslauf und Rallyes: Die »Nacht der Bibliotheken« in Nordrhein-Westfalen findet am Freitag, 6. März 2015, bereits zum zehnten Mal statt und bietet ein abwechslungsreiches Programm mit viel Bewegung – passend zum Motto »eMotion ‒ Bibliotheken bewegen!«. Literarisch begabte messenbei einem sognannten Poetry Slammer ihr Können. Zudem gibt es Manga-, Märchen- und Mondschein-Lesungen. Verschiedenen Autorinnen und Autoren stellen ihre Werke vor.

Bibliotheken sind in mehrfacher Hinsicht bewegend, heißt es in einer Pressemitteilung des veranstaltenden Verbands der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen (vbnw): Sie verhelfen den Menschen, die sich in ihren Häusern treffen, zu bewegenden Begegnungen. Sie seien selbst ständig in Bewegung, um moderne Medien wie zum Beispiel E-Books, Blue-Rays, Wii, Playstation und zukunftsweisende Angebote wie die Onleihe zu vermitteln.

Landesregierung will Zukunftsfähigkeit der Bibliotheken stärken

»Es ist nicht neu, dass die Bibliotheken – vor allem die kommunalen Bibliotheken – durch die neuen Informationstechnologien außerordentlich gefordert sind«, sagte Ute Schäfer, Kulturminsterin Nordrhein-Westfalens und Schirmherrin der Veranstaltung. »Sie müssen den Spagat schaffen zwischen der Herausforderung, neue Angebote in der digitalen Welt zu etablieren und gleichzeitig ihren traditionellen Auftrag als Kultur-, Bildungs- und Informationseinrichtung so zu erfüllen, dass sie als Bibliothek erkennbar bleiben.« Die Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen zu stärken und ihre Zukunftsfähigkeit zu fördern, liege der Landesregierung am Herzen, sagte die Ministerin.

Unter anderem auf Plakaten wurde für die Veranstaltung geworben, an der sich etwa 200 Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen beteiligen. Illustration: vbnw

Unter anderem auf Plakaten wurde für die Veranstaltung geworben, an der sich etwa 200 Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen beteiligen. Illustration: vbnw

2005 fand die erste »Nacht der Bibliotheken« in Nordrhein-Westfalen statt. Mittlerweile habe sich die Veranstaltung etabliert, heißt es in der Pressemitteilung des vbnw weiter. Etwa 200 öffentliche, kirchliche und wissenschaftliche Bibliotheken beteiligen sich an der Nacht der Bibliotheken. Rund 60 000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Viele Veranstaltungen sind Wochen vorher ausverkauft.

Bibliotheken haben sich behauptet, verändert und modernisiert

Zum Jubiläum blicken die vbnw-Verantwortlichen auf die Entwicklung der Bibliotheken in den letzten zehn Jahren zurück. »Sie haben sich behauptet, verändert, modernisiert, sind aktiver und sichtbarer geworden«, sagt der Verbandsvorsitzende Harald Pilzer. Die Zahl von Entleihungen (Öffentliche Bibliotheken rund 75 Millionen pro Jahr) blieb stabil. Gleichzeitig stieg die Zahl der Veranstaltungen stark von 11 000 im Jahr 2005 auf 69 000 im Jahr 2013. Dabei handele es sich um ein Ergebnis des Bestrebens der Bibliotheken, nicht nur als Orte der Informationsversorgung, sondern auch als Orte der Kultur und Kommunikation für die Bürgerinnen und Bürger überall im Land präsent zu sein.

Weitere Informationen unter www.NachtderBibliotheken.de

red (22.1.2015)

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