Deutsche Internetbibliothek hört zum Jahresende auf

Konstanz. Das Projekt »Deutsche Internetbibliothek« (DIB) ist im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken eines der wenigen Kooperationsmodelle, das bundesweit erfolgreich durchgeführt wurde. Die zehnjährige Erfolgsgeschichte der DIB hat gezeigt, dass Kooperation unter Öffentlichen Bibliotheken auch über enge Kommunalgrenzen hinweg möglich ist und dem Kunden so gemeinsam ein moderner Service geboten werden kann.

Die DIB begann in 2003 als ein Projekt der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam mit dem Bibliotheksverband und 70 Öffentlichen Bibliotheken. Fast keine Öffentliche Bibliothek in Deutschland konnte vor zehn Jahren eigene Linksammlungen oder eine E-Mail-Auskunft anbieten. Dieser Service konnte nur in einem Verbund wie der DIB realisiert werden. Ab 2008 wurde die Fortführung nach verschiedenen Zwischenlösungen durch die vollständige Übernahme durch das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) gesichert.

Mittlerweile ist die technische Entwicklung jedoch so weit fortgeschritten, dass ein durch Bibliotheken geprüfter und kommentierter Linkkatalog nicht mehr notwendig erscheint. Auch Die Nutzungsintensität der E-Mail-Auskunft der DIB ist in den vergangenen Jahren stetig und deutlich messbar  zurückgegangen.

Aufgrund dieser Entwicklung empfahl der Vorstand des Deutschen Bibliotheksverbandes die Einstellung der Deutschen Internetbibliothek. Das BSZ hat sich dazu entschlossen, dieser Empfehlung zu folgen und wird die »Kooperationsvereinbarung über den Betrieb der Deutschen Internetbibliothek« zum 31. Dezember kündigen. Die DIB wird zu diesem Zeitpunkt ihren Betrieb einstellen. Fragen werden voraussichtlich nur noch bis zum 20. Dezember bearbeitet werden können, es werden keine neuen Anfragen mehr angenommen. (20.12.2013)

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