Bibliotheksservices für Flüchtlinge in den Niederlanden

Flüchtlinge

Niederländische Bibliotheken bieten vielseitige Angebote für Flüchtlinge. Fotos: Gert Jan van Heyningen

 

Die Niederlande sehen sich, ebenso wie andere Länder Europas, seit dem Sommer 2015 mit einer steigenden Zahl von Asylbewerbern konfrontiert, von denen die meisten aus Syrien kommen. Der immense Zustrom an Flüchtlingen setzt die niederländische Gesellschaft einem erheblichen Druck aus, und die politische Reaktion im Land ist eine andere als beispielsweise die Willkommenspolitik von Angela Merkel. Die Frage, wie das Land mit den zahlreichen Flüchtlingen umgehen soll, spaltet die niederländische Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen: Landes- kontra Lokalpolitik, Politiker kontra Bürger, Vielfalt des Christentums kontra Religionsvielfalt. Polarisierung entwickelt sich zu einem großen Problem. Die Kommunen lehnen sich gegen den Zustrom (zu) hoher Zahlen von Asylsuchenden in ihren Gemeinden auf, vor allem wenn lokale Entscheidungsträger unter dem Druck staatlicher Maßnahmen stehen und kaum Zeit bleibt, im Vorfeld Dialoge auf lokaler Ebene zu führen und Vorbereitungen für die Aufnahme der Asylsuchenden zu treffen. Ein Jahr nach den ersten Begegnungen und Konfrontationen scheint die Polarisierung abgenommen zu haben. Die Verantwortlichen hatten die Gelegenheit, kleinere Aufnahmezentren zu schaffen, und die Menschen konnten ihre eigenen Erfahrungen bei Kontakten mit Flüchtlingen sammeln. Dennoch ist man auf politischer Ebene nach wie vor auf der Suche nach Möglichkeiten, ein austariertes Gleichgewicht herzustellen.

Die Regierung unterstützt die Kommunen bei der Integration der zahlreichen Flüchtlinge durch die Bereitstellung zusätzlicher Budgets. Aufgrund der hohen Zahl von Asylbewerbern nehmen die Asylverfahren sehr viel Zeit in Anspruch. Durchschnittlich dauern sie 15 Monate, was sogar die Dauer einer vorübergehenden Unterbringung in einer Behelfsunterkunft überschreitet. In dieser Zeit ist es den Asylsuchenden vom Gesetz her untersagt, irgendeine Form von Ausbildung zu absolvieren. Die daraus resultierende Langeweile führt zu Problemen unter den Flüchtlingen, vor allem unter den jungen Erwachsenen.

Schon früh haben die Bibliotheken in den Niederlanden sich auf diese Situation eingestellt, und sie entwickeln Angebote, mit denen die Menschen dieses Vakuum in ihrem Leben sinnvoll füllen können. Doch wie genau können Bibliotheken helfen?

Die Öffentlichen Bibliotheken der Niederlande stellen mit vier Millionen Mitgliedern, 100 Millionen Ausleihen und einem Jahresumsatz von etwa 600 Millionen Euro eine rege genutzte und weithin anerkannte soziale, pädagogische und kulturelle Institution dar. Öffentliche Bibliotheken bieten allen Menschen einen Zugang zu Informationen und Kultur, und sie spielen eine tragende Rolle bei der Förderung der Lese- und Schreibkompetenz sowie der Verbreitung von Literatur. Das neue Gesetz zur Organisation und zum Serviceangebot Öffentlicher Bibliotheken definiert fünf Funktionen als Zielsetzungen, die auf dem Manifest für Öffentliche Bibliotheken der IFLA/UNESCO basieren: 1. Bereitstellung eines Zugangs zu Wissen und Information, 2. Angebot von Aus- und Weiterbildungsprogrammen, 3. Förderung der Lesekompetenz und des Interesses an Literatur, 4. Heranführung an Kunst und Kultur, 5. Angebot von Räumlichkeiten für Begegnung und Austausch.[1] Traditionell sind die ersten drei Funktionen, »Lesen, Lernen und Informationsbeschaffung«, die Kernfunktionen von Bibliotheksdienstleistungen. Die Praxis öffentlicher Bibliotheksdienstleistungen zeigt, dass die Funktionen »Kunst und Kultur« sowie »Begegnung und Austausch« zunehmend an Bedeutung gewinnen, während die klassische Ausleihe immer mehr zurückgeht.[2]

»Die Öffentlichen Bibliotheken der Niederlande stellen mit vier Millionen Mitgliedern, 100 Millionen Ausleihen und einem Jahresumsatz von etwa 600 Millionen Euro eine rege genutzte und weithin anerkannte soziale, pädagogische und kulturelle Institution dar.«

Dank der gut ausgebauten Infrastruktur der örtlichen Bibliotheken mit ihrem Netzwerk aus etwa 156 Bibliothekseinrichtungen und 800 Zweigstellen, ihrer Zugänglichkeit und ihrer Ausstattung wie zum Beispiel Lese- und Studiermöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Lernmaterialien und Rechnern, sind Bibliotheken die perfekte Einrichtung, um Flüchtlingen den Weg in die Integration für die Phase zu ermöglichen, in der sie noch keine offiziellen Ausbildungsangebote nutzen dürfen. Damit agieren Bibliotheken voll und ganz im Einklang mit ihrer Mission, bei ihren Services niemanden zu diskriminieren und die lokale Gemeinschaft mit geeigneten Dienstleistungen bei der Bildung und der individuellen Entwicklung zu unterstützen.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Bibliothek

  • Programme anbietet, mit denen Basisfertigkeiten erweitert und die Eigenständigkeit gestärkt werden können,
  • einen zweckmäßigen Bestand bereitstellt (Bücher in unterschiedlichen Sprachen und alle Arten von autodidaktischen Lernmaterialien) und
  • Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und zum Dialog bieten, um die soziale Eingliederung aller Nationalitäten zu ermöglichen und eine positive soziale Wahrnehmung der Flüchtlinge in der lokalen Gemeinschaft zu erreichen.

In Bezug auf die zuvor genannten Zielsetzungen können die Aktivitäten der Bibliotheken hinsichtlich der steigenden Anzahl an Asylsuchenden in den Städten und Gemeinden in mehrere Kategorien eingeteilt werden.

Initiativen für Begegnung und Austausch zur Förderung der sozialen Eingliederung

Die Regierung unterstützt die Kommunen bei der Integration der Flüchtlinge durch zusätzliche Budgets für die Bibliotheken. Die Geflüchteten finden daher ein vielfältiges Medienangebot vor.

Die Regierung unterstützt die Kommunen bei der Integration der Flüchtlinge durch zusätzliche Budgets für die Bibliotheken. Die Geflüchteten finden daher ein vielfältiges Medienangebot vor.

Stadmakerij, Lelystad: Die Bibliothek von Lelystad gründete zusammen mit lokalen Partnern die Stadmakerij, ein Begegnungs- und Gesprächsforum, bei dem Bürger und Flüchtlinge zusammenkommen und sich austauschen können, um Missverständnisse zu beseitigen und das gegenseitige Verständnis und auf diese Weise auch die soziale Eingliederung zu verbessern. Beispielsweise werden Veranstaltungen organisiert, bei denen neu angekommene und ehemalige Flüchtlinge von ihren Erfahrungen berichten.

Neu in den Niederlanden: Die Bibliothek von Oosterhout hat in Zusammenarbeit mit örtlichen sozialen Einrichtungen das Projekt »Neu in den Niederlanden« initiiert. Hierbei handelt es sich um eine Serie von Themenveranstaltungen für Neuankömmlinge, in deren Mittelpunkt die Begegnung mit Bürgern sowie das Kennenlernen des Bibliotheksbestands stehen. Bei jeder Zusammenkunft wird ein zentrales Thema ausgewählt, zum Beispiel Traditionen, das politische System oder das Bildungssystem im Gastland, Arbeiten und Studieren in den Niederlanden oder die typisch niederländischen Ernährungsgewohnheiten. Bürger und Flüchtlinge tauschen sich aus, sprechen über Bücher, Filme und Zeitschriften. Hierdurch erfahren die Teilnehmer mehr über den jeweils anderen und über die niederländische Gesellschaft und Kultur. Das Projekt wird von Juan Khalef geleitet, der 2001 aus Syrien floh und nun in der Bibliothek von Oosterhout arbeitet.[3]

Die Geschichte dahinter: Mehrere Bibliotheken initiieren Gespräche, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen, bei denen das Verständnis der örtlichen Bevölkerung für die Gründe, warum Flüchtlinge[4] ihr Land verlassen, vergrößert werden soll. Auf der Internetseite der Bibliothek von Eindhoven gibt es außerdem eine Online-Dokumentation über die Konfliktregionen. Diskussionsveranstaltungen und Zusammenkünfte sind eine gute Möglichkeit, die Bürger auf einfache Weise in den Dialog mit einzubeziehen. Häufig integrieren Bibliotheken hierfür lokale soziale Organisationen und auch die Stadtverwaltungen in die Diskussion.

Flüchtlinge

Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Helfer engagieren sich in den niederländischen Bibliotheken bei der Integration von Flüchtlingen.

Ein Projekt der Bibliothek von Tilburg mit dem Namen »Bild & Geschichte« hat zum Ziel, dem Betrachter etwas über die persönliche Geschichte der Neuankömmlinge zu vermitteln: 60 Einwegkameras wurden an Flüchtlinge verteilt, verbunden mit der Aufgabe, Tilburg aus ihrer individuellen Sichtweise heraus zu fotografieren. Anschließend wurden die Fotos auf Postkarten gedruckt und die jeweilige Rückseite mit einem kurzen persönlichen Kommentar des Fotografen versehen.

Eine besondere Initiative der Bibliothek von Tilburg richtet sich an Frauen und zielt auf die Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit über das Arbeiten mit Textilien, Design, verschiedenen Materialien und die Anwendung von Techniken und theoretischem Wissen ab. Die Frauen wurden dazu ermuntert, ihre Kreativität auszuleben und ihre sprachlichen Fertigkeiten zu trainieren. Im Zentrum dieses Frauenprojekts standen Interessen, Fertigkeiten, Inspiration und Sprache. Ausdruck der kulturellen Vielfältigkeit war als Abschlussarbeit des Projekts die gemeinsame Anfertigung eines Wandteppichs.

Flüchtlinge als Freiwillige, ein Beispiel aus der Bibliothek von Utrecht. Solange Asylsuchende keine Aufenthaltsgenehmigung besitzen, dürfen sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Forschungen zeigen jedoch, dass Asylsuchende so schnell wie möglich Teil der örtlichen Gemeinschaft sein möchten. Die niederländische Gesetzgebung sieht vor, dass sie freiwillige Arbeit übernehmen dürfen. Aus diesem Grund hat die Bibliothek in Utrecht gemeinsam mit anderen sozialen Organisationen eine lokale Plattform erstellt, auf der Freiwilligentätigkeiten für Asylsuchende koordiniert werden können.

Initiativen für zielgruppenorientierte Angebote

Die Kurzzeitbibliothek: Die Bibliothek von Nijmegen stellt in einem Übergangslager für Flüchtlinge Bibliotheksdienstleistungen zur Verfügung. Angeboten werden hauptsächlich Bücher in arabischer und englischer Sprache, Bilderbücher, Bücher über die niederländische Gesellschaft sowie spezielle Lernmaterialien für das Selbststudium. Initiatoren sind zwei Flüchtlinge aus Syrien. Bei den meisten Büchern handelt es sich um Spenden von Privatpersonen. Andere Bibliotheken wie zum Beispiel die Openbare Bibliotheek in Amsterdam (OBA) folgten dem Beispiel Nijmegens und eröffnen ebenfalls Kurzzeitbibliotheken in Flüchtlingszentren.

»Studenten, die speziell ausgebildet wurden und gelernt haben, wie sie ausländischen Kindern niederländische Kinderliteratur näherbringen, werden als sogenannte »language-buddies«, also Sprachlernpartner, in passende Flüchtlingsfamilien vermittelt.«

Der Mobile Bibliotheksservice: Als Teil der niederländischen Bibliotheksinfrastruktur versorgte ein mobiler Bibliotheksservice die Benutzer in spärlich besiedelten oder ländlichen Gegenden oder neu entstandenen Wohnvierteln mit Bibliotheksangeboten. Zu den Anlaufstellen der Bibliotheksbusse gehörten ebenfalls Schulen sowie Bürger, denen keine Beförderungsmöglichkeiten zu einer stationären Bibliothek zur Verfügung stehen. Aufgrund von Budgetkürzungen und der Einführung von Online- und anderen Services wurde diese Initiative eingestellt. In einigen Regionen kam die Idee auf, mit diesen Bussen Bücher in Flüchtlingsunterkünfte zu bringen. Die Bürger wurden eingeladen, Bücher zu spenden. Besonders beliebt waren Bücher in englischer Sprache.

Menschen vernetzen und ihre Sprache lernen

Die »Language Buddies«, Sprachunterricht für Familien innerhalb und außerhalb des Flüchtlingszentrums: Einige Bibliotheken kooperieren mit Hochschulstudenten, speziell mit solchen, die in den Fachbereichen Erziehung, Sprachen und Kinderpflege tätig sind. Die Studenten, die speziell ausgebildet wurden und gelernt haben, wie sie ausländischen Kindern niederländische Kinderliteratur  näherbringen, werden als sogenannte »language-buddies«, also Sprachlernpartner, in passende Flüchtlingsfamilien vermittelt. Diese Art des informellen Sprachunterrichts für die Kinder und ihre Familien verhindert, dass Flüchtlingskinder einen zu großen Rückstand gegenüber niederländischen Kindern haben. Außerdem fördert es die Solidarität, indem es die unterschiedlichsten Gruppen mit ihren divergierenden sozialen und wirtschaftlichen Hintergründen zusammenbringt.

»Flüchtlingskinder haben unmittelbar nach der Ankunft im Gastland Anspruch auf Bildung – eine praktische Auswirkung der UN-Kinderrechtskonvention. Für die Eltern verhält es sich leider anders.«
Flüchtlinge

Gemeinsam schaffen sie das. Was an Willkommenskultur in der niederländischen Politik fehlt, kompensieren die niederländischen Bibliotheken mit ihren Angeboten.

Der Vorlese-Express: Bei diesem von zahlreichen Bibliotheken durchgeführten Projekt suchen Freiwillige aus Öffentlichen Bibliotheken die Menschen zuhause oder in ihrer Unterkunft auf, um sie dazu anzuhalten, Kindern vorzulesen. Hierdurch werden die Sprachentwicklung und die Leseerziehung angekurbelt. Sprachdefiziten wird vorgebeugt. Für Kinder in Flüchtlingsunterkünften ist dies auch eine gute Gelegenheit, sich eine Zeitlang zu entspannen und die hinter ihnen liegenden Erfahrungen sowie die tägliche Realität, mit der sie konfrontiert sind, auszublenden. Eine Variation dieses Projekts ist ein Modell, bei dem die Bibliothek in Zusammenarbeit mit der Schule – sofern die Kinder diese besuchen – spezielle Vorlesenachmittage einrichtet. Die Freiwilligen, die bei diesen Nachmittagsveranstaltungen vorlesen, stellen mit großer Freude fest, wie eifrig die Kinder Niederländisch lernen.

»In den Jahren 2015/2016 wohnten in Tilburg 900 Neuankömmlinge in zwei Übergangsunterkünften. Die Bibliothek hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eigenständigkeit der Menschen zu stärken, ihre Talente zu fördern und sie in Kontakt mit der Stadt Tilburg und ihren Bewohnern zu bringen.«

Logopädie-Training: Die Bibliothek von Hengelo bietet ein Internet-basiertes Logopädie-Training an. Hierbei suchen die Flüchtlingsfamilien mit ihren Kindern über einen Zeitraum von sieben Wochen im Sommer die Bibliothek auf, um intensiv an ihrer Sprechfertigkeit und ihren Wortschatzkenntnissen zu arbeiten. Dies geschieht auf spielerischer Basis und unter Anleitung eines Spezialisten. Am Bibliothekscomputer oder am heimischen Rechner können die Kinder spielen und weitere Sprachlernübungen absolvieren. Die Folgen sind ein steigendes Selbstvertrauen bei den Kindern und bessere Schulnoten. Eine innovative Strategie, mit der die Bibliothek in Zusammenarbeit mit der Schule, der lokalen und regionalen Bibliothek und den Online-Logopäden die Integration von Flüchtlingen vorantreibt, sind Plauderstündchen unter dem Schlagwort »Praatjes maken«.

Das Sprachencafé: Flüchtlingskinder haben unmittelbar nach der Ankunft im Gastland Anspruch auf Bildung – eine praktische Auswirkung der UN-Kinderrechtskonvention (VN, 1989). Für die Eltern verhält es sich leider anders: Solange sie keinen offiziellen Status genießen, haben sie nicht das Recht, einen Sprachkurs zu besuchen. Dabei ist das Interesse daran, die Sprache so schnell wie möglich zu erlernen, groß. Durch die Einrichtung von Sprachencafés versuchen die Bibliotheken, diesem Bedürfnis nachzukommen. Sie laden Flüchtlinge in die Bibliothek ein, wo diese in einer Café-Atmosphäre bei Getränken und Snacks in die niederländische Sprache eingeführt werden.

Singen in der Bibliothek: Die Bibliothek von Zuid-Kennemerland lädt Flüchtlinge zu Abendveranstaltungen in die Bibliothek ein, bei denen alle gemeinsam auf Niederländisch singen – eine kreative und innovative Idee.

Leseclubs für Flüchtlinge: Bei den Leseclubs, die von mehreren Bibliotheken einmal pro Woche organisiert werden, lesen Moderatoren kleineren Gruppen von Flüchtlingen niederländische Kurzgeschichten vor.

Programme zur Erweiterung von Basiskompetenzen und zur Stärkung der Eigenständigkeit

Die Bibliothek von Tilburg hat verschiedene Aktionen für Flüchtlinge durchgeführt. In den Jahren 2015/2016 wohnten in Tilburg 900 Neuankömmlinge in zwei Übergangsunterkünften. Die Bibliothek hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eigenständigkeit der Menschen zu stärken, ihre Talente zu fördern und sie in Kontakt mit der Stadt Tilburg und ihren Bewohnern zu bringen. Hierzu organisierte die Bibliothek einen Stadtspaziergang für junge Menschen, eine Führung durch die Bibliothek und Vorlesestunden für Klein- und Vorschulkinder.

Die Autorinnen

FlüchtlingeDr. Marian Koren  (Foto: privat) ist Strategieberaterin bei derKoninklijke Bibliotheek und Leiterin des FOBID Netherlands Library Forum, Den Haag. Sie studierte Internationales Recht und Schwedisch. Ihre Doktorarbeit trägt den Titel »Tell Me! The Right of the Child to Information«. Koren ist Mitglied in internationalen Netzwerken (IFLA, EBLIDA etc.) und Ansprechpartnerin beim International Office für Bibliotheken in den Niederlanden. Sie organisiert Programme für Weiterbildung in Bibliothekswissenschaft und für den Wissensaustausch. – Kontakt: koren@fobid.nl

 

FlüchtlingeMaaike Toonen (Foto: privat) ist Doktorandin und Strategieberaterin bei der Koninklijke Bibliotheek, Den Haag. Sie studierte Zeitgenössische Geschichte sowie Internationales und Europäisches Recht an der Freien Universität Brüssel. Toonen ist spezialisiert auf Strategieentwicklung in den Bereichen Schutzbedürftige Zielgruppen und Lebenslanges Lernen und koordiniert und erstellt hierfür nationale Programme. Darüber hinaus informiert sie in nationalen und internationalen Netzwerken über diese beiden Themenfelder. – Kontakt: maaike.toonen@kb.nl

 

Marian Koren und Maaike Toonen / 21.10.2016

Übersetzt aus dem  Englischen  von
Susanne Gagneur

 

[1.] Die genannten Funktionen sind ebenfalls Teil der Bibliotheksrichtlinien der VOB (Vereniging Openbare Bibliotheken) und der VNG (Vereniging van Nederlandse Gemeenten), 2005. Die drei beteiligten Regierungs- und Verwaltungsebenen – Reichsregierung, IPO (Interprovinciaal Overleg) und VNO (Vereniging van Nederlandse Ondernemingen) – haben diese Funktionen zur Grundlage für die am 17. Dezember 2009 verabschiedete Charta für Öffentliche Bibliotheken gemacht.

[2.] Wsob , Memorie van Toelichting.

[3.] http://www.bndestem.nl/regio/oosterhout/project-nieuw-in-nederland-van-theek-5-moet-integratie-bevorderen-1.5736864

[4.] http://www.bibliotheekeindhoven.nl/overzicht/op-de-vlucht.html

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