Bibliotheksindex BIX 2015 veröffentlicht – Ende des Jahres wird das Projekt eingestellt

Screenshot: http://www.bix-bibliotheksindex.de

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Berlin. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat am 15. Juli die Ergebnisse des Bibliotheksindex BIX 2015, dem für Bibliotheken freiwilligen, bundesweiten Leistungsvergleich veröffentlicht: 209 Bibliotheken von der kleinen Gemeindebibliothek bis zur Universitätsbibliothek  unterzogen sich einer Analyse ihrer Leistungsdaten. Nach Angaben des dbv zeigen sie dabe, dass sie deutschlandweit  zu den führenden Einrichtungen gehören, wenn es um Qualitätsbewusstsein und Leistungsorientierung geht.

Der Bibliotheksindex  BIX vergleicht in den Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken das bibliothekarische Angebot, den Medienbestand und den Etat für Neuerwerbungen, die Nutzung gemessen in Besuchen und Entleihungen, die Nutzbarkeit gemessen in Öffnungsstunden, die Effizienz der Bibliothek und ihrer Mitarbeiter sowie das Entwicklungspotential. Etwas über 25 Prozent der teilnehmenden Bibliotheken erreichten in allen Leistungsgruppen Bestnoten und wurden vom Deutschen Bibliotheksverband mit vier Sternen ausgezeichnet.

Nach 16 Jahren erfolgreicher Durchführung wird das Projekt mit der Veröffentlichung der diesjährigen Ergebnisse zum Ende des Jahres allerdings eingestellt werden. Grund hierfür ist nach Angaben des dbv, dass es nicht gelungen ist, ein langfristig tragfähiges Finanzierungsmodell für den BIX zu finden. »Mit der Beendigung des BIX endet jedoch keinesfalls die Leistungsmessung von

Bibliotheken – im Gegenteil: der BIX hat seit seinem Bestehen viel dazu beigetragen, Bibliotheken für dieses Thema zu sensibilisieren«, sagt  Frank Simon-Ritz, Verbandsvorsitzender des dbv. »Eine Expertengruppe soll in den nächsten Monaten Vorschläge erarbeiten, wie die Deutsche Bibliotheksstatistik hierfür zukünftig noch besser genutzt werden kann.«

Der Bibliotheksindex BIX

Ziel des Bibliotheksindex BIX ist es, die Leistungsfähigkeit von Bibliotheken anhand bestimmter Kennzahlen kurz, prägnant und dennoch in aussagekräftiger Form zu beschreiben. Der BIX wurde 1999 von der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) entwickelt. Seit 2005 führt der Deutsche Bibliotheksverband ihn zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum  des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) weiter. Partner des BIX sind die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM), das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) sowie der Verlag Dinges & Frick.

Die detaillierten  Ergebnisse des BIX 2015 sind zu finden unter: www.bix-bibliotheksindex.de

(red / 15.7.2015)

 

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